Ein mit Bewegungsunschärfe abgelichtetes Polizeiauto fährt mit Blaulicht eine Straße entlang. © NDR Foto: Julius Matuschik

Missbrauchsvideos von Kindern? Polizei durchsucht Wohnungen

Stand: 29.09.2021 14:04 Uhr

Verdacht auf Kinder-Missbrauchsvideos: In Schleswig-Holstein sind am Mittwochmorgen mehr als 30 Wohnungen durchsucht worden.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben nach eigenen Angaben ab 6 Uhr Objekte in den Kreisen Segeberg, Rendsburg-Eckernförde und in der Stadt Neumünster überprüft. Laut Staatsanwaltschaft Kiel richten sich die Ermittlungen gegen mehrere Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 71 Jahren. Ihnen werden der Besitz und das Verbreiten sogenannter kinderpornografischer Inhalte, also der Abbildungen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder, vorgeworfen.

Laptops und Handys sichergestellt

Beamte der "Ermittlungsgruppe Kipo" wurden von Kräften der Polizeidirektionen Kiel, Neumünster und Segeberg unterstützt. Sie stellten zahlreiche Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden sollen. "Bei den sichergestellten Gegenständen handelt es sich um Datenträger wie zum Beispiel Laptops, PCs, Handys und die Daten, die sich drauf befinden", sagte Matthias Ahrends von der Polizei Kiel. "Alle Beteiligten erwartet ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. In welchem Umfang, das muss die Auswertung zeigen." Bisher gab es noch keine Festnahmen.

Polizei geht nicht von organisierter Gruppe aus

Hinweise auf aktiven Missbrauch von Kindern gibt es nach Informationen der Staatsanwaltschaft nicht. "Nach jetzigem Erkenntnisstand kennen sich die Personen untereinander nicht", teilt Ahrends mit. Man gehe also nicht davon aus, dass es sich um eine Gruppe handele, die untereinander diese Bilder oder Filme teile oder tausche. "Genaueres müssen jetzt natürlich die Ermittlungen ergeben", so Ahrends. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werden sich die Tatverdächtigen vor Gericht verantworten müssen.

 

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Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.09.2021 | 14:00 Uhr

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