Stand: 09.06.2019 11:01 Uhr

Messerattacke wegen Zigaretten-Kippe in Kiel

Nach einer Messerattacke in Kiel ist der Tatverdächtige gegen Kaution wieder auf freiem Fuß. Laut Polizei sahen die Ermittlungsrichter keinen Grund dafür, den 50-Jährigen in Untersuchungshaft zu nehmen. Der Haftbefehl, der am Sonnabend von einem Richter am Amtsgericht Kiel erlassen worden war, sei unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Dem Mann wird vorgeworfen, einen 37-Jährigen mit Migrationshintergrund im Streit mit einem Messer attackiert zu haben. Auslöser des Streits soll laut Polizeiangaben eine weggeworfene Zigaretten-Kippe des Opfers gewesen sein. Danach sei es zunächst zu einer verbalen und dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der der Tatverdächtige dem Opfer mit einem Messer in die Brust gestochen und lebengefährlich verletzt haben soll.

Opfer außer Lebensgefahr

Während sich Zeugen um den lebensgefährlich Verletzten kümmerten, verfolgte ein Polizeibeamter, der nicht im Dienst war, den Tatverdächtigen bis zu dessen Wohnung. Dort wurde er von alarmierten Einsatzkräften festgenommen. Die Ermittler schließen aufgrund des Tatgeschehens und der Äußerungen, die der Tatverdächtige während der Auseinandersetzung gemacht haben soll, einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Der Verletzte ist inzwischen außer Lebensgefahr und vernehmungsfähig.

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