Stand: 24.02.2020 14:19 Uhr

Mehr Raum für Öko-Landbau

Umweltminister Jan Philipp Albrecht (B.90/Grüne) blickt seriös bei einem Interview draußen. © NDR
Landwirtschaftsminister Albrecht (Grüne): Der seit Jahren anhaltende Zuwachs beim Öko-Landbau sei ein großer Erfolg. (Archivbild)

Die ökologische Landwirtschaft gewinnt in Schleswig-Holstein weiter an Boden. Immer mehr Landwirte setzen auf ökologischen Anbau, nutzen weniger Pflanzenschutzmittel oder Dünger. Das sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Montag auf einem Branchentreffen in Rendsburg.

Im vergangenen Jahr wurden 65.000 Hektar Ackerfläche ökologisch bewirtschaftet - knapp 4.000 mehr als im Vorjahr. Albrecht sieht den Ökolandbau auf einem guten Weg. Auch wenn der nur auf 6,6 Prozent der Gesamtflächen praktiziert wird. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 10 Prozent.

Umdenken bei Verbrauchern und Einzelhandel nötig

Der seit Jahren anhaltende Zuwachs beim Öko-Landbau sieht Albrecht als einen großen Erfolg. Mit Ökolandbauprämien, Investitionsprogrammen für artgerechte Tierställe, verbesserter Beratung, Vernetzung und Ausbildung sei das Land auf dem richtigen Weg, so der Grünen-Politiker. Der Landwirtschaftsminister fordert aber ein generelles Umdenken beim Verbraucher. "Ich glaube, in Deutschland müssen wir auch mal wieder etwas mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Selbst im Ökolandbau haben wir zum Teil Preise, die gar nicht mehr so richtig darzustellen sind für die Betriebe", sagte Albrecht.

Das Ziel: 20 Prozent ökologisch bewirtschaften

Auch der Einzelhandel müsse seinen Teil dazu beitragen und nicht immer nur das Günstigste bewerben, "sondern eben auch deutlich machen, da steht eben auch eine wichtige Leistung und ein gesundes Lebensmittel dahinter, für das man vielleicht auch mal etwas mehr Geld in die Hand nehmen sollte", erklärte Albrecht am Montag. Nur so könne das Ziel, zukünftig 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Schleswig-Holstein ökologisch zu bewirtschaften, erreicht werden.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.02.2020 | 12:00 Uhr

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