Schienenerneuerungen Marschbahn

Marschbahn: Arbeiten auf der Sylt-Strecke liegen im Zeitplan

Stand: 05.10.2020 16:48 Uhr

Der Ausbau der Marschbahnstrecke liegt offenbar im Zeitplan. Das teilte die Deutsche Bahn am Montag in Husum mit. Für 160 Millionen Euro wird die Strecke saniert.

Die Arbeiten an der Bahnstrecke nach Sylt kommen nach Angaben der Deutschen Bahn gut voran. Demnach wurden bis Ende September auf 64,5 Kilometern die Gleise erneuert, auf 23,5 Kilometern der Untergrund verbessert und sieben Weichen erneuert. Trotz Corona liege man voll im Zeitplan. Bis Ende des Jahres werden Gleise und Weichen auf der Strecke südlich von Husum erneuert. Dafür muss im November gleich zwei Mal die Eiderbrücke gesperrt werden, inklusive Schienenersatzverkehr. Insgesamt sollen rund 200 Kilometer Gleise und mehr als 30 Weichen erneuert werden.

Der Sylt-Shuttle, mit dem von der Deutschen Bahn Autos vom Festland nach Westerland auf Sylt transportiert werden, fährt auf dem Hindenburgdamm auf der Strecke zwischen Sylt und Niebüll. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

AUDIO: Streckenausbau der Marschbahn liegt im Zeitplan (1 Min)

Beschleunigungsgesetz für zweigleisigen Ausbau

Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) lobte die Arbeiten. Dennoch ärgere ihn die Verspätung der Züge. Nur 80 Prozent der Züge auf der Marschbahnstrecke waren im August pünktlich. Das sei einfach zu wenig, findet der Minister.

Bessere Neuigkeiten gebe es dagegen für den vollständigen zweigleisigen Ausbau der Marschbahnstrecke. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, geht davon aus, dass bis Ende 2020 das Planungsbeschleunigungsgesetz von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden wird. So könnte auch der Ausbau der Marschbahnstrecke beschleunigt werden. Denn dann bedürfe es nur noch eines technischen Entwurfs, der dem Eisenbahnbundesamt vorgelegt werden muss, erklärt Ferlemann. Der Bau könne dann schneller beginnen.

Ende der Arbeiten erst 2028

Doch bis alle Arbeiten auf der Marschbahnstrecke abgeschlossen sein werden, dauere es laut Ferlemann noch acht Jahre. Mit Blick auf die Herbstferien sollen die derzeit anstehenden Arbeiten laut Deutscher Bahn so ablaufen, dass die An- und Abreise von Urlaubern während der Herbstferien sichergestellt ist. Obwohl lärmgedämmte Geräte und Maschinen eingesetzt würden, seien Belästigungen durch Lärm und Staub auch nachts und an Wochenenden aber nicht vollständig zu vermeiden, heißt es von der Bahn.

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