Stand: 15.10.2019 11:59 Uhr

Lübeck: Erste Aussage der gefesselt gefundenen Frau

Die am Wochenende gefesselt und verletzt bei Lübeck aufgefundene Frau konnte am Montag durch die Kriminalpolizei vernommen werden. Die junge Frau hat dabei teilweise Angaben zu dem tatrelevanten Zeitraum zwischen Verlassen der Veranstaltung in der Lübecker Einsiedelstraße und ihrem Auffinden in der Feldmark bei Mönkhagen machen können. Zum Schutz der sich an die Aussage des Opfers anschließenden Ermittlungen gibt die Polizei keinerlei weitere Auskünfte zum Inhalt der Aussage.

Inzwischen haben die Ermittler mit der Auswertung des umfangreichen Videomaterials aus dem Veranstaltungszentrum Kultur Werft Gollan begonnen. Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen zu der Frage, ob dem Opfer so genannte K.O.-Tropfen verabreicht worden sind, werden nach Angaben der Polizei nicht vor kommender Woche erwartet.

Staatsanwaltschaft: Frau hätte sterben können

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Laut Staatsanwaltschaft war die Frau nicht nur geknebelt und an Händen und Füßen gefesselt worden, sondern sie wurde außerdem liegend an Geäst festgebunden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich weder hätte selbst befreien noch auf sich aufmerksam machen können. Der Feldweg war von der Straße aus nicht zu sehen und wird nur selten von Treckern befahren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hätte die leicht bekleidete Frau bei den herbstlichen Witterungsverhältnissen sterben können, wenn sie nicht zufällig von einem Autofahrer entdeckt worden wäre, der an einer Feldzufahrt zwischen Lübeck und Bad Segeberg zum Austreten angehalten hatte.

Während Party in Lübeck verschwunden

Wie die junge Frau dort hingekommen ist, bleibt weiter unklar. Die 20-Jährige war am Freitag auf einer Studentenparty in Lübeck. Dort ist sie mitten in der Nacht verschwunden. Was dann passiert ist, versuchen Polizei und Staatsanwaltschaft herauszufinden. Dazu befragen sie Zeugen und werten Videoaufzeichnungen aus. Aber auch Wagenspuren von der Feldzufahrt, an der die Lübeckerin lag, analysieren die Ermittler. Die Frau konnte sich zunächst an nichts erinnern, weil sie möglicherweise mit K.O.-Tropfen betäubt wurde. Dazu konnte die Polizei bisher allerdings keine Angaben machen. Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise darauf, dass sich jemand an der Frau vergangenen hat.

Polizei sucht Zeugen

Die Kripo sucht weiter nach Zeugen, die Angaben zu dem Sachverhalt machen können. Wer Hinweise hat, soll sich bei der Polizei unter der Rufnummer (0451)131-46 04 melden.

Weitere Informationen

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Am Sonnabendmorgen wurde eine junge Frau gefesselt in der Feldmark nahe Lübeck gefunden. Die Polizei sicherte Spuren und sucht derzeit nach Zeugen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.10.2019 | 15:00 Uhr

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