Wolfgang Kubicki (FDP), Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl 2021, spricht bei der Landesvertreterversammlung der FDP Schleswig-Holstein in den Holstenhallen in Neumünster. © dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken

Kubicki als FDP-Spitzenkandidat gewählt

Stand: 17.04.2021 16:58 Uhr

Die Schleswig-Holsteinische FDP geht erneut mit Wolfgang Kubicki als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl. Die Delegierten der Landesvertreterversammlung in Neumünster wählten ihn am Sonnabend mit 95,5 Prozent.

Fünf Monate vor der Bundestagswahl sehen sich die Liberalen im Aufwind. Während der Pandemie hätten viele Menschen gemerkt, dass Freiheit nicht selbstverständlich sei, sagte Wolfgang Kubicki. Er machte die Bundesregierung und die EU für eine schlechte Corona-Politik verantwortlich. Man hätte Ende März mit dem Impfen durch sein können, wenn rechtzeitig Impfstoff gesichert worden wäre. Kubicki gab in Neumünster das Ziel aus, dass die FDP im September so stark wird, dass eine Regierungsbildung ohne sie nicht möglich sei. Das Vorhaben sei es, das bislang beste Ergebnis bei einer Bundestagswahl in Schleswig-Holstein von 16,8 Prozent aus dem Jahr 2009 übertreffen. "Die Ausgangslage war noch nie so gut", sagte der Politiker.

Garg kritisiert Corona-Politik ebenfalls

Zuvor hatte auch Landesparteichef Heiner Garg scharfe Kritik an der Corona-Politik des Bundes geübt. Garg sagte, er brauche keine Ratschläge von Angela Merkel (CDU) oder Markus Söder (CSU) - gebraucht werde mehr Impfstoff. Die mit dem neuen Infektionsschutzgesetz geplanten Ausgangssperren nannte Garg nicht nur unverhältnismäßig, sondern auch verfassungswidrig. Damit solle abgelenkt werden von Versäumnissen bei der Impfsstoffbeschaffung. Das alles müsse nach der Pandemie aufgearbeitet werden.

Weitere Listenplätze schwer umkämpft

Während Wolfgang Kubicki ohne Gegenkandidat mit 191 Stimmen auf Platz 1 der Landesliste gewählt wurde (es gab sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen), gab es um die weiteren beiden erfolgsversprechenden Plätze Kampfkandidaturen. Auf Platz 2 setzte sich Gyde Jensen durch, auf Platz 3 Christine Aschchenberg-Dugnus. Beide sitzen bereits im Bundestag. Auf Platz 4 setzte sich der Junge Liberale Max Mordhorst durch.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.04.2021 | 12:00 Uhr

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