Stand: 29.11.2019 20:21 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Klimaschutz: Mehr als 10.000 Demonstranten in SH

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In Kiel demonstrieren 7.500 Menschen für den Klimaschutz.

Vor Beginn der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid sind die Streiks für mehr Klimaschutz in die nächste Runde gegangen. Es war der vierte globale Aktionstag - weltweit zeigten Millionen Menschen auf den Straßen ihren Protest. In Schleswig-Holstein gab es zahlreiche Aktionen, unter anderem in Kiel, Neumünster, Eckernförde, Lübeck oder Heide. Insgesamt gab es Proteste in etwa 30 Orten im Norden - von Westerland auf Sylt bis Pinneberg. Organisationen, Kirchen oder auch Vereine schlossen sich der Jugendbewegung "Fridays-for-Future" an. Die Demonstranten wollen so den Druck auf die EU-Klimakonferenz in der kommenden Woche in Madrid erhöhen.

7.500 Demonstranten in Kiel

Die größte Demo im Land gab es in Kiel. In der Landeshauptstadt rechneten die Organisatoren und die Polizei im Vorfeld mit rund 4.000 Teilnehmern. Mittags um 13 Uhr hatten sich nach Angaben der Polizei 2.500 Menschen am Exerzierplatz versammelt. Am Nachmittag meldete die Polizei 7.500 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von 11.000. Mit dabei waren zum Beispiel auch Pfadfinder oder BUND-Mitglieder. Viele trugen Banner und Plakate mit Sprüchen wie "Car is Over", "Für ein Meer ohne Plastik" oder "Klima ist wie Bier - warm ist scheiße". Auch Weltkugeln oder Windkraftanlagen wurden kreativ gebastelt.

Mehrere Straßenblockaden

Nach der Abschlusskundgebung auf dem Exerzierplatz gab es am Nachmittag mehrere kleinere Demonstrationen. Eine Gruppe von etwa 50 Demonstranten blockierte jeweils vorübergehend unter anderem die vielbefahrene Eckernförder Straße. Auch im Knooper Weg und der Bergstraße gab es eine Blockade. Zu den Protesten hatte die Turbo-Klima-Kampf-Gruppe (TKKG) aufgerufen. Die Hauptdemonstration hatte zur symbolischen Uhrzeit um vier vor zwölf auf dem Kieler Exerzierplatz begonnen. Nach Angaben der Polizei verlief sie friedlich.

Flensburg und Lübeck demonstrieren friedlich

In Flensburg beteiligten sich laut Polizei 1.200 Menschen - deutlich weniger als erwartet. Mit dabei waren auch Studenten der Europa-Universität Flensburg. Die Aktion endete mit einer Kundgebung vor dem Nordertor. In Lübeck demonstrierten nach Angaben der Polizei knapp 2.000 Menschen friedlich. "Die vielen Menschen, die heute in Schleswig-Holstein, Europa und auf der ganzen Welt auf die Straßen gegangen sind, zeigen erneut, dass dringend mehr zur Rettung unseres Klimas getan werden muss", sagte der Flensburger Grünen-Europaabgeordnete Rasmus Andresen, der an der Demonstration in der Förde-Stadt teilnahm.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.11.2019 | 17:00 Uhr

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