Stand: 14.12.2018 09:55 Uhr

Klima-Demo in Kiel: 500 Schüler fordern Kohleausstieg

Zahlreiche Schüler demonstrieren vor dem Kieler Landeshaus für den Klimaschutz.

Vor dem Kieler Landeshaus haben am Freitagmorgen mehrere Hundert Schüler für mehr Klimaschutz demonstriert. Die jungen Demonstranten forderten den sofortigen Kohleausstieg. Es waren Schüler aus allen Altersgruppen gekommen - dick eingepackt in Winterjacken, mit Mützen und Handschuhen - die hier auf ihre Forderungen aufmerksam machen wollten. Auf selbstgebastelten Plakaten stand unter anderem "Klimaschutz statt Kohleschmutz" zu lesen oder an die Politiker gerichtet: "Ihr haltet unsere Zukunft in Euren Händen".

Bildungsministerin erinnerte an Schulpflicht

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) unterstützte den Grundgedanken der Demo, sagte aber auch: Eigentlich müssten die Schüler in der Schule sein und am Unterricht teilnehmen. In sieben Städten - darunter Berlin, Hamburg, Göttingen und Köln - hatten Schüler über Facebook und Twitter zu Protesten aufgerufen, anstatt zur Schule zu gehen. "Es ergibt für uns keinen Sinn, für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben", sagte einer der Initiatoren, der Kieler Schüler Jakob Blasel.

Schwedische Schülerin als Vorbild

Über die Proteste wurde in sozialen Medien unter dem Hashtag #FridaysForFuture diskutiert. Unterstützt hatten die Grüne Jugend und die BUND-Jugend die Aktionen - auch wenn während der Schulzeit Streiks nicht erlaubt sind. Dazu aufgerufen hatte zum Endspurt der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz (Katowice) die 15-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Sie protestiert schon seit Monaten immer freitags gegen den Klimawandel. In Kattowitz beraten fast 200 Staaten über Maßnahmen zum Klimaschutz. Bei den Verhandlungen gebe es immer noch keine Anzeichen von Zugeständnissen, kritisierte Thunberg in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.12.2018 | 09:00 Uhr

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