Eine Erzieherin spielt in einer Kindertagesstätte hinter einer Rollbahn mit Kindern. © dpa Foto: Uwe Anspach

Kita-Kosten: Eltern und Kommunen sollen entlastet werden

Stand: 09.08.2021 15:45 Uhr

Ein halbes Jahr nach dem Start der Kita-Reform haben die Fraktionschefs der Jamaika-Koalition eine positive Zwischenbilanz gezogen. Weil weniger Mittel als geplant abgerufen wurden, kündigten sie weitere Entlastungen an.

Schleswig-Holstein muss für die Kitas künftig 45 Millionen Euro weniger im Jahr vorhalten als errechnet. Mit diesen Mitteln will die Koalition aus CDU, Grünen und FDP die Eltern von Krippenkindern und die Kommunen weiter von Kosten entlasten. Das teilten die Fraktionschefs Tobias Koch (CDU), Eka von Kalben (Grüne) und Christopher Vogt (FDP) am Montag mit. Der Grund: Geringere Tarifsteigerungen als prognostiziert und weniger Kinder, die betreut werden müssen, als vor der Kita-Reform angenommen worden war.

Kita-Gebühren für U3 sinken

Im laufenden Jahr werden bereits 35 Millionen Euro weniger benötigt als berechnet. Damit sollen in der Corona-Krise auch besonders belastete Kinder in Kitas und Tagespflege unterstützt, die Kommunen entlastet und die Kita-Datenbank weiterentwickelt werden.

Ab dem kommenden Jahr soll es neben weiteren Entlastungen für die Kommunen auch eine Absenkung des U3-Elternbeitragsdeckels für einen Ganztagsplatz geben - und zwar um 56,40 Euro auf dann 232 Euro im Monat. Das wären nur noch rund fünf Euro mehr als für Ü3-Kinder. Einen entsprechenden Antrag will die Koalition noch im August im Landtag einbringen.

Inklusionszentren sind geplant

Auch die Errichtung von Inklusionszentren ist geplant. Sie sollen im Durchschnitt mit acht Fachkräften besetzt sein - abhängig von der Größe der Kommune. Die Teams sollen Kita-Betreuungsarbeit leisten, Fortbildungen anbieten, Trägern und Eltern helfen und bei der barrierefreien Gestaltung von Räumen unterstützen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.08.2021 | 15:00 Uhr

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