Stand: 30.06.2019 23:30 Uhr

Kieler Woche verabschiedet sich mit Feuerwerk

Mit einem großen Feuerwerk ist die Kieler Woche am späten Sonntagabend zu Ende gegangen. Mehrere Zehntausende Besucher verfolgten die Feuershow über der Kieler Förde, die sich auch am letzten Tag noch einmal von ihrer besten Seite zeigte. Insgesamt zehn Tage Kieler Woche ohne einen einzigen Regentropfen: Diese ungewöhnliche Kombination sorgte dafür, dass nach Schätzungen von Stadt und Polizei mehr als 3,5 Millionen Besucher aus 70 Ländern nach Kiel kamen, um zu feiern, Konzerte oder Segelwettbewerbe zu besuchen. Das sind laut Stadt einige Hunderttausend mehr als 2018. Die 125. Kieler Woche sei ein Gesamtkunstwerk, freute sich Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Dass es nicht regnete, war für ihn ein Jubiläumsgeschenk.

Das war die Kieler Woche 2019

Größtes Pfandsystem Deutschlands funktioniert gut

Auch Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger ist zufrieden: Das neue, einheitliche Becherpfandsystem habe gut funktioniert - die größte Innovation seit 20 Jahren. 1,5 Millionen neue Pfandbecher wurden ausgegeben.

Wie nie zuvor setzte Dornbergers Team auf Nachhaltigkeit. Die 280.000 verbrauchten Kilowattstunden Strom stammten durchweg aus Windkraft. Trinkhalme aus Plastik waren tabu, das Müllsammel-Boot fischte demzufolge deutlich weniger Plastikabfall aus der Förde. Fünf bewachte Fahrradparkplätze sorgten für mehr Sicherheit. Jetzt will Dornberger die Kieler Woche weiter entwickeln: Mit Besucherbefragungen und Befragungen der Kieler.

Leckereien aus 35 Staaten und vieles mehr

Zum weltgrößten Segelereignis kamen fast 4.000 Sportler aus über 50 Nationen. 45 Marineschiffe aus 13 Ländern lockten mehr als 20.000 Besucher zum "Open Ship". Unter gut 2.400 Einzelveranstaltungen waren 400 Abendkonzerte, fast alle kostenfrei. Verschiedenste Kleinkünstler hatten 1.267 Auftritte. Die Spiellinie lockte 290.000 Kinder und Eltern an, der Balloon Sail faszinierte 80.000 Besucher und auf dem Internationalen Markt gab es Leckereien aus 35 Staaten.

Polizei an Land zufrieden, auf dem Wasser nicht

Die Polizei nahm in diesem Jahr etwas mehr Anzeigen - zum Beispiel wegen Schlägereien - auf - nämlich 84. Sie rückte bis Sonntagmorgen zu 403 Einsätzen aus, 15 mehr als 2018. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Polizeichef Jürgen Funk. An den Wochenenden waren rund 300 Beamte im Einsatz, in der Woche 200. Vor allem das Gelände um die Hörn sei ein Einsatzschwerpunkt gewesen, dort sei sogar ein Sanitäter angegriffen worden, so Kiels Polizeichef Jürgen Funk.

Seine Kollegen zu Wasser waren nicht ganz so zufrieden: "Diese Kieler Woche war eine der anstrengendsten, die wir je hatten", sagte Revierleiter Ingo Berger für die Wasserschutzpolizei. Auf der Förde war sehr viel los. Berger kritisierte undisziplinierte Freizeitsegler, die Vorschriften missachteten und so die Berufsschifffahrt gefährdeten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.06.2019 | 17:00 Uhr

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