Einatzkräfte der Polizei und des THW suchen nach einem Kanufahrer, der bei dem Versuch, einen auf einem Ponton schwimmenden Weihnachtsbaum auf dem Gewässer an einer Boje zu verankern, kenterte und seitdem vermisst wird. Der Mitfahrer hatte ans Ufer schwimmen können © dpa Foto: Markus Scholz

Kanu-Unfall auf dem Bossee: Polizeitaucher finden Leiche

Stand: 22.12.2020 12:37 Uhr

Polizeitaucher haben im Bossee bei Felde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eine Leiche entdeckt. Der Mann war in einem Kanu gekentert.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es sich bei der Leiche um den Kanufahrer handelt, der seit Sonntag vermisst wurde. Der 39-Jährige war am Sonntagabend, als es bereits dunkel war, mit einem Begleiter in einem Kanu unterwegs gewesen. Die Männer wollten einen auf einem Ponton schwimmenden Weihnachtsbaum an einer Boje auf dem Bossee festmachen. Dabei kippte das Kanu um. Der Begleiter konnte laut Polizei mit letzter Kraft ans Ufer schwimmen. Die Polizei ging schon am Montag davon aus, dass der 39-Jährige nicht mehr lebt.

Polizeiboot ortete die Leiche

Zwei Polizeitaucher entdeckten die Leiche am Dienstagvormittag in wenigen Metern Tiefe nahe dem Ufer - dort, wo der Gekenterte zuletzt gesehen worden war. Vor dem etwa zehnminütigen Tauchereinsatz hatte ein mit Sonar ausgestattetes Polizeiboot den See abgefahren und die Leiche geortet. Am Sonntag hatten etwa 90 Rettungskräfte bis in den späten Abend vergeblich nach dem Vermissten gesucht.

Der Bossee ist direkt mit dem deutlich größeren Westensee verbunden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.12.2020 | 12:00 Uhr

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