Stand: 23.12.2019 15:07 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Kaltenkirchen: Feuerwehrmann bei Einsatz bestohlen

Drei Feuerwehrmänner in Uniform kehren ihren Rücken zur Kamera. © imago/penofoto Foto: imago/penofoto
Rettungskräfte im Einsatz werden immer wieder beschimpft und bei der Arbeit behindert - und jetzt auch noch beklaut.

Er versuchte Leben zu retten - und das nutzen Langfinger offenbar aus. Während seines Einsatzes in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) wurde ein Retter bestohlen. Der Feuerwehrmann war laut Polizei am 19. Dezember dabei, als mehrere Rettungskräfte in der Straße "An der Moorkoppel" versuchten, einen Mann zu reanimieren.

Diebstahl geschah zwischen 15.30 und 17 Uhr

Der Feuerwehrmann zog sich für den Einsatz einen Chemieschutzanzug an. Seine private Kleidung, in der sich auch seine Geldbörse befand, legte er in eine Einsatzkiste, die im abgesperrten Einsatzbereich stand. Zwischen 15.30 und 17 Uhr stahl jemand die Geldbörse samt Bargeld und persönlichen Papieren aus dieser Kiste. Die Kleidung des Feuerwehrmannes ließ der Unbekannte daneben liegen.

Die Polizei Kaltenkirchen ermittelt und bittet unter (041 91) 308 80 um Hinweise.

Fehlender Respekt vor Rettern

Vorfälle dieser Art machen viele ehrenamtliche Helfer fassungslos, denn sie zeugen von fehlendem Respekt gegenüber Rettern. Dennoch kommen sie in den letzten Jahren immer wieder vor. Im Herbst 2016 haben sich Schaulustige bei einem Einsatz der Feuerwehr in Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) an der Verpflegung der 150 Einsätzkräfte vergriffen und andere haben Absperrungen ignoriert, um eine Umleitung zu vermeiden. Im Oktober war in Appen (Kreis Pinneberg) ein Feuerwehrmann von einem Autofahrer angefahren worden. Der 77 Jahre alte Mann am Steuer hatte offenbar die Geduld verloren, weil die Landesstraße 105 zwischen Wedel und Appen wegen einer Ölspur mehrere Stunden voll gesperrt war.

 

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