Zwei Mädchen und eine Frau sitzen vor einem kleinen Roboter. © IMAGO Foto: Thomas Trutschel

Jugend forscht: Drei Sonderpreise für Projekte aus SH

Stand: 30.05.2021 15:00 Uhr

Neun junge Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein haben sich mit sechs Projekten für den 56. Bundeswettbewerb qualifiziert. Drei dieser Projekte wurden mit Sonderpreisen ausgezeichnet.

Am Sonntag war das Finale des Gipfeltreffen der besten Jungforscher Deutschlands. Insgesamt hatten sich 169 von ihnen mit 113 Forschungsprojekten qualifiziert. Das Motto: "Lass Zukunft da!". Auch aus Schleswig-Holstein gibt es wissenschaftlichen Nachwuchs: Neun Mädchen und Jungen traten mit ihren sechs Projekten beim Bundeswettbewerb von Jugend forscht in Heilbronn an. Wegen der Corona-Pandemie fand dieser Wettbewerb allerdings online statt.

Geldpreise und Stipendium für Forscher

Mariella Benkenstein und Marit Kock von der Stiftung Louisenlund in Güby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) haben den mit 1.500 Euro dotierten Chemie-Sonderpreis für eine Arbeit zum Thema "Energiewende" erhalten. Sie forschten an einem preisgünstigen und umweltfreundlichen Stromspeicher mit hoher Kapazität. Dabei sind die beiden 17-Jährigen auf die sogenannte Redox-Flow-Batterie gestoßen und entwickelten eine eigene Variante.

Marje Kaack von der International School of Stavanger, Hafrsfjord (Norwegen) erhielt als Physik-Sonderpreis ein Stipendium für einen Studienplatz an einer Universität der Bundeswehr. Sie beschäftigte sich mit dem Einfluss der Saxofon-Blattstärken auf das Klangspektrum. Die 19-Jährige, die ursprünglich aus Dänischenhagen kommt, setzte unterschiedlich dicke Schilfrohrblätter in das Instrument ein und nahm die jeweiligen Klangspektren auf.

Einen Sonderpreis in der Kategorie Technik gab es für eine Arbeit von Auszubildenden auf dem Gebiet "Mensch - Arbeit - Technik". Über 500€ können sich Kim Krüger (20) und David Drabe (19) aus Wedel (Kreis Pinneberg) sowie Kevin Hockel (19) aus Appen (Kreis Pinneberg) freuen. Sie haben bei der Jenoptik Advanced Systems GmbH die sogenannte digitalisierte Hand entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Datenhandschuh, der in der Variante der drei Jungwissenschaftler ein realitätsnahes Greiferlebnis bietet, aber vergleichsweise preiswert ist. Mit ihrer digitalisierten Hand könnten beispielsweise Roboter ferngesteuert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Moin! Der Tag in Schleswig-Holstein | 30.05.2021 | 15:00 Uhr

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