Stand: 18.03.2019 07:00 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Jeder vierte Verunglückte in SH ist ein Radfahrer

Weniger Verletzte im Straßenverkehr, aber mehr Tote: Das ist die Bilanz des Verkehrssicherheitsberichts 2018, den die Landespolizei am Montag vorgestellt hat. Die Zahl der Toten stieg 2018 auf 122 (2017: 100 Tote). Die Statistik zeigt auch, dass mehr Radfahrer denn je verunglückten - jeder vierte im Straßenverkehr war ein Radfahrer. Eine immer größere Rolle spielen dabei Pedelecs. Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelec-Fahrern ist um mehr als 50 Prozent gestiegen. Diese elektrischen Fahrräder machen mittlerweile einen Anteil von 13 Prozent aller Fahrradunfälle aus.

Getötete Radfahrer sind meist ältere Menschen

Zwölf Fahrradfahrer wurden im vergangenen Jahr getötet. Bis auf zwei Menschen waren alle älter als 70 Jahre. Die Ursachen: Meistens ging es um Vorfahrtsverletzungen oder Fehler beim Abbiegen. Die Landespolizei kontrolliert Fahrradfahrer im täglichen Streifendienst und gibt vor allem älteren Radfahrern Präventionstipps.

Der Verkehrssicherheitsbericht im Überblick

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Gute Nachrichten von der Autobahn

Die Autobahnen im Land sind nach Angaben des Landespolizeiamtes sicherer geworden. Das erste Mal seit fünf Jahren war die Zahl der Unfälle auf fast allen Autobahnen rückläufig (minus 8,8 Prozent). Nicht angepasste Geschwindigkeit ist auf Autobahnen nach wie vor die Unfallursache Nummer eins.

Junge Fahrer häufig in Unfälle verwickelt

Junge Fahrer unter 25 Jahren sind überdurchschnittlich häufig am Unfallgeschehen beteiligt. Langfristig ist der Trend hier aber positiv. Die Anzahl der Leicht- und Schwerverletzten ging erneut deutlich zurück (minus10,5 Prozent). Bei diesen schwerwiegenden Verkehrsunfällen wurde häufig Alkohol- oder Drogenkonsum als Unfallursache festgestellt. Im vergangenen Jahr starben 14 junge Menschen - fünf mehr als noch 2017.

Handy am Steuer wird offizielle Unfallursache

Eine immer größere Rolle im Straßenverkehr spielt das Handy. 2018 hat die Landespolizei Schleswig-Holstein unter dem Motto "Runter vom Gas - Finger vom Handy" einen Überwachungs- und Aufklärungsschwerpunkt gelegt und viel kontrolliert. Dabei wurden mehr als 16.000 Verstöße festgestellt. Das entspricht einer Steigerung von 31,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ablenkung wird nun als Unfallursache in die offizielle bundeseinheitliche Unfallstatistik aufgenommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.03.2019 | 14:00 Uhr

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