Stand: 17.07.2020 14:10 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Insolvente FSG: Es gibt wohl weitere Kaufinteressenten

Es gibt offenbar weitere Interessenten für die insolvente Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG). Nicht nur die russische Pella Sietas Gruppe wolle die FSG übernehmen, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von NDR Schleswig-Holstein. Eine Kernfrage bei den Verhandlungen ist nach FSG-Angaben, wie der Bau der Großfähre "Honfleur" finanziert werden kann.

Die Fähre "Gardenia Seaways" läuft in Flensburg bei der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) vom Stapel. © dpa - Bildfunk Foto: Carsten Rehder

AUDIO: FSG hat neben Pella Sietas offenbar weitere Interessenten (1 Min)

"Honfleur" wird zum Zünglein an der Waage

Das Schiff liegt in Flensburg halbfertig am Pier. Der bisherige Auftraggeber hatte den Vertrag laut FSG überraschend storniert - die letzte Order in den Büchern der Werft. Nach Angaben des Sprechers stehen weiterhin Aufträge vom norwegischen Ex-Eigentümer Siem für den Bau von vier Frachtfähren in Aussicht. Siem hat für den Bau der "Honfleur" einen Kredit in Millionenhöhe zur Verfügung gestellt und deswegen ein großes Interesse am Überleben der Werft.

Sollte die Werft nicht bis zum 1. August verkauft werden, wechseln knapp 700 Mitarbeiter im August in eine Transfergesellschaft und das Unternehmen wird abgewickelt.

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Werftarbeiter stehen vor dem Stapellauf der Fähre "Gardenia Seaways" auf der Werft der Flensburger Schiffbaugesellschaft. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder/dpa

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.07.2020 | 09:00 Uhr

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