Drei wehende Flaggen vor dem Institut für Weltwirtschaft in Kiel © NDR Foto: Fin Walden

IfW-Experten: Wirtschaft erholt sich langsam von Corona-Krise

Stand: 23.09.2021 14:18 Uhr

Die deutsche Wirtschaft erholt sich von der Corona-Pandemie - aber nur langsam. Das zeigt der aktuelle Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel.

Die Ökonomen rechnen für dieses Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes - also der Summe aller im Land produzierten Waren und Dienstleistungen - um 2,6 Prozent. Bisher waren sie von 3,9 Prozent ausgegangen. Im Krisenjahr 2020 war der Wert um 4,6 Prozentpunkte gefallen. Ein Grund für die schwanken Prognosen ist laut IfW-Experten die Corona-Pandemie, denn die Erfahrungs- und damit Vergleichswerte fehlen, wie es in dem am Donnerstag veröffentlichten Konjukturbericht "Herbst" steht. Prognosen sind daher zum Teil unzutreffend.

Kooths: Deutliche Erholung der Wirtschaftsleistung 2022

Klar sei, so die Wirtschaftswissenschaftler, die deutsche Wirtschaft erhole sich - wenn auch zögerlich. Neben den weiter vorherrschenden Corona-Schutzmaßnahmen dürften auch Lieferengpässe in vielen Industriezweigen im zweiten Halbjahr dieses Jahres zu einer "Delle" führen, erklärte Stefan Kooths. Er ist Direktor des Forschungszentrums Konjunktur und Wachstum am IfW in Kiel.

Die Wissenschaftler rechnen aber für das kommende Jahr mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaftsleistung, wie der Ökonom weiter erklärt. 2022 dürfte es dann nach ihren Angaben mit 5,1 Prozent stärker bergauf gehen als bisher mit 4,8 Prozent gedacht. Allerdings bleibe voraussichtlich auch die Inflationsrate auf einem relativ hohen Niveau. Und das betreffe uns alle, weil die Verbraucherpreise dadurch weiter oben bleiben, so Kooths.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.09.2021 | 12:00 Uhr

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