Hubschrauberarbeiten an der Westküstenleitung

Hubschrauber bei Bau der Westküstenleitung im Einsatz

Stand: 05.10.2020 15:23 Uhr

Wind-Strom aus Schleswig-Holstein soll in die ganze Bundesrepublik verteilt werden. Herzstück des Projekts: die Westküstenleitung. Sie befindet sich mittlerweile im dritten Bauabschnitt.

Der Bau der Westküstenleitung befindet sich mitten im dritten Abschnitt - zwischen Heide und Husum. Bei Sankt Annen an der Eider im Kreis Dithmarschen waren dafür am Montag Hubschrauber-Arbeiten notwendig. Monteure spannten in 50 Metern Höhe sechs Nylonseile zwischen sieben Masten.

Umspannwerk Wilster in Betrieb genommen

In der vergangenen Woche hatte die Westküstenleitung eine weitere wichtige Hürde genommen: Der Übertragungsnetzbetreiber und Bauherr TenneT hatte den Ersatzneubau für das Umspannwerk Wilster/West in Betrieb genommen. "Dieses Umspannwerk ist ein zentraler Knotenpunkt für den Stromtransport vom Norden in den Süden", sagt Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. Von Wilster aus werde der Strom aus regenerativen Quellen aufgenommen und in verbrauchsstarke Regionen weiterverteilt. Im Berich um Wilster laufen drei neue Höchstspannungsleitungen des Unternehmens zusammen: die Westküstenleitung, NordLink und später auch SuedLink.

Weil auch die Nord- und Suedlink angeschlossen werden sollten, musste die Schaltanlage in Wilster erweitert werden. Das alte Umspannwerk war zudem nicht mehr leistungsfähig genug. Die alte Anlage soll nun zurückgebaut werden.

Strom aus SH soll Atomkraftwerke im Süden ersetzen

In dem Umspannwerk kommt Windstrom an. Der wiederum soll nach Angaben der Betreiber die Leistung der Atomkraftwerke Großgartach in Baden-Württemberg sowie in Grafenreinfeld in Bayern ersetzen. Außerdem kommt in Wilster der Strom der Nordlink-Verbindung an. Darüber fließt Windstrom aus Schleswig-Holstein nach Norwegen sowie Wasserstrom von Norwegen nach Deutschland. 

2023 soll die Leitung fertig sein

Insgesamt ist die Westküstenleitung etwa 150 Kilometer lang. die Hubschrauber-Arbeiten am Montag fanden nur auf 2,5 Kilometern statt. Allein das dauerte mehr als sieben Stunden. Bis 2023 sollen alle Masten der Westküstenleitung dann unter Strom stehen.

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Schleswig-Holstein Magazin | 05.10.2020 | 19:30 Uhr

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