Eine Regionalbahn der Deutschen Bahn fährt über den Hindenburgdamm zwischen Sylt und Niebüll. © picture alliance / dpa Foto: Carsten Rehder

Marschbahn-Strecke: Höhere Kapazitäten angekündigt

Stand: 16.04.2021 06:00 Uhr

In den Zügen der Marschbahn Richtung Sylt soll es schon bald mehr Platz geben: unter anderem durch den Einsatz von Doppelstockwagen.

Volle Züge, fehlende Plätze - Pendler nach Sylt sind Probleme auf der Marschbahn gewöhnt. Gerade in den Sommermonaten verstärkt sich das Problem erfahrungsgemäß. Schon in drei Wochen soll es aber Abhilfe geben. Die Kapazitäten auf der Marschbahn-Strecke sollen deutlich ausgebaut werden. Das hat Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) angekündigt.

Kosten: fast neun Millionen Euro

Ab dem 7. Mai stehen demnach zwischen Niebüll und Westerland täglich 8.500 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. Das soll mit Doppelstockwagen erreicht werden und mit vielen Zügen, die mit doppelter Wagenkapazität unterwegs sind. Die Platz-Offensive kostet fast neun Millionen Euro - das Land trägt davon gut die Hälfte, den Rest übernimmt die Bahn. Buchholz erklärte: "Dafür werden wir bei anderen wichtigen Projekten im Nahverkehr sparen müssen."

Gesundheit hat Priorität

Die Maßnahmen auf der Strecke gelten bis Anfang November. Damit soll dafür gesorgt werden, dass sich die Fahrgäste in den Zügen bestmöglich verteilen. Gerade zu Corona-Zeiten eine wichtige Sache, sagt Manuela Herbort von der Deutschen Bahn: "Die Gesundheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter hat höchste Priorität. Mehr Kapazität und verstärkte Hygienemaßnahmen, kontaktlose Ticketkontrollen und Desinfektionsspender an Bahnhöfen tragen wesentlich dazu bei."

Um den Betrieb zusätzlich zu unterstützen, stehen in Niebüll und Westerland sowie in Hamburg-Altona je ein weiterer Bereitschaftszug in Reserve auf Abruf. Bei Störungen können diese kurzfristig zum Einsatz kommen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.04.2021 | 06:00 Uhr

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