Ein Schild weist auf einen Wildunfall hin. © picture alliance/dpa Foto: Susann Prautsch

Herbstzeit: Gefahr von Wildunfällen steigt

Stand: 09.10.2021 12:21 Uhr

Wenn es später hell und früher dunkel wird, steigt die Gefahr von Wildunfällen. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein ruft deshalb zur Vorsicht auf.

Im Herbst seien besonders viele Tiere auf den Straßen unterwegs, warnt der Landesjagdverband. Die Maisernte und die Brunftzeit der Hirsche sorge dafür, dass gerade während der Dämmerung viele Tiere unvermittelt die Straße kreuzen. Die gefährlichsten Orte sind laut Verband Wald- und Feldränder, aber auch neu gebaute Straßen, die die Tiere noch nicht kennen. Hinzu käme das steigende Verkehrsaufkommen. Der Verband rät daher zu mehr Achtsamkeit. Allein in Schleswig-Holstein gab es im vergangenen Jahr 15.000 Wildunfälle. Tendenz steigend, so der Landesjagdverband.

Alltagsrouten sind besonders gefährlich

"Grundsätzlich ist es so, dass die meisten Wildunfälle wirklich auf den täglichen Routen passieren. Also wenn man morgens zur Arbeit fährt oder abends vom Training nach Hause - vielleicht die Wege 100 Mal im Jahr fährt", erklärt René Hartwig vom Landesjagdverband. Auf diesen Strecken seien die Fahrerinnen und Fahrer nicht so aufmerksam.

Der Landesjagdverband empfiehlt zusätzlich die App "Wuidi". Sie warnt Fahrerinnen und Fahrern auf Strecken, auf denen besonders häufig Wildunfälle passieren. Die App ist eine Initiative von Jägerinnen und Jägern mit Partnern wie Polizei und weiteren Behörden sowie Verbänden.

Im Falle eines drohenden Unfalls rät der Landesjagdverband: Das Lenkrad nicht verziehen, stark bremsen und sich etwas nach vorn beugen, um sich zu schützen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.10.2021 | 10:00 Uhr

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