Eine Kegelrobbenmutter liegt mit ihrem Jungtier in den Dünen auf Helgoland. © Hannah Metke Foto: Hannah Metke

Helgoland: Erste Robbenbabys liegen auf der Düne

Stand: 12.11.2021 12:53 Uhr

Die Wurfsaison der Kegelrobben auf der Helgoländer Düne hat vor ein paar Tagen begonnen. Das berichtet der Tourismus-Service von Helgoland. Hunderte werden noch erwartet.

Seit der ersten Kegelrobbengeburt im Winter 1996/97 stieg die Geburtenzahl jährlich. Im vergangenen Winter waren es 653 Geburten. Mit Stand von Donnerstag liegen die ersten vier Jungtiere auf der Düne, mehrere hundert Jungtiere werden noch erwartet. Der unter Naturschutz stehende Kegelrobbenbestand wird auf Helgoland im Rahmen eines Kooperationsvertrages durch den Verein Jordsand sowie die Gemeinde Helgoland betreut.

Kegelrobben: Verbindung zwischen Jung- und Muttertieren wichtig

In den ersten Lebenswochen sind die Kegelrobbenjungen besonders anfällig. Die Jungtiere haben bei der Geburt ein weißes "Babyfell" und müssen an hochwassergeschützten Strandabschnitten liegen. Ihr Fell sorgt an Land für die nötige Wärme - im Wasser saugt es sich jedoch schnell voll und erschwert den Tieren das Schwimmen. Auch die Wärme-Isolation ist dann nicht mehr gegeben.

Einige Kühe führen ihre Kälber für einige Zeit ins Wasser, um sie schon mal an das kalte Nass zu gewöhnen. Die Verbindung zwischen Jung- und Muttertieren ist extrem wichtig. Durch Störungen kann diese Verbindung abreißen. Eine Flucht ins Wasser würden die Jungen nur kurz überleben.

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Schleswig-Holstein Magazin | 12.11.2021 | 19:30 Uhr

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