Stand: 31.08.2018 05:00 Uhr

Harms fordert Chance für integrierte Asylbewerber

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Lars Harms plädiert dafür, abgelehnten Asylbewerbern, die aber gut integriert sind und einen Job oder Ausbildung haben, eine Bleibeperspektive zu bieten.

Wer in einer Landesunterkunft für Asylbewerber sitzt, soll seine Zeit sinnvoll verbringen können. Lars Harms, der Vorsitzende des SSW im Landtag, meint, es brauche mehr Beschäftigungsangebote. Konkret nannte er im Sommerinterview mit dem NDR Schleswig-Holstein Schulen und Weiterbildungsangebote: "Nichts ist schlimmer, als dass Menschen darauf warten, dass sie irgendwann mal in ein paar Monaten eine Entscheidung bekommen, ohne dass ihnen irgendwie weitergeholfen wird."

Harms will Job oder Ausbildung belohnen

Harms sprach sich auch dafür aus, gut integrierten aber abgelehnten Asylbewerbern eine Bleibeperspektive zu bieten - etwa wenn jemand schon Job oder Ausbildung hat. "Wenn jemand in irgendeiner Art also gezeigt hat, dass er hier in der Gesellschaft auch tatsächlich eine Zukunft finden kann, dann finde ich, soll derjenige auch eine Chance haben."

"Wir können auf viele Dinge stolz sein"

Den SSW sieht Harms im 70. Jahr nach der Gründung im Wandel: Die Partei solle auch deutlicher die Stärken der Minderheiten im Norden des Landes herausstellen, so Harms. "Es gibt viele Dinge, auf die wir stolz sein können, und ich glaube, das ist auch eine Aufgabe des SSW, das in Zukunft noch mal deutlich zu machen", sagte er. Als Beispiel nannte Harms Werften, erneuerbare Energien und den Tourismus.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 31.08.2018 | 19:30 Uhr

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