Stand: 18.09.2020 15:45 Uhr

Haftbefehl erlassen nach Tod auf Reiterhof in Quickborn

Zweieinhalb Monate nach der blutigen Gewalttat auf einem Reiterhof in Quickborn (Kreis Pinneberg) hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. "Ein Richter erließ am Freitag Haftbefehl gegen den 41-Jährigen wegen heimtückischen Mordes", sagte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow. Der Mann soll das arglose Opfer erschossen haben. Der Beschuldigte schweige bislang zu den Vorwürfen, hieß es.

Täter offenbar aus näherem Umfeld des Opfers

Der mutmaßliche Täter stamme aus dem näheren, persönlichen Umfeld des Opfers, teilte die Polizeidirektion Itzehoe mit. Er lebte im Kreis Pinneberg. Einen Bericht des "Flensburger Tageblatts", wonach es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen ehemaligen Geschäftspartner des Getöteten handeln soll, kommentierte Müller-Rakow nicht. Weitere Details - auch zu möglichen Hintergründen der Tat - nannte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Polizei gibt keine Auskünfte

Der Tatverdächtige wurde am Donnerstagvormittag in Hamburg festgenommen. Der Reiterhofbesitzer hatte selbst in Hamburg gelebt und erst vor einem Jahr den Hof in Quickborn übernommen. Am 29. Juni war der 44-Jährige tot aufgefunden worden. Der Leichnam wies laut Obduktion eine Schusswunde auf. Die Öffentlichkeit war zuvor mit einem Foto des Opfers aufgefordert worden, Hinweise abzugeben. Welche Spur nun zu dem Tatverdächtigen führte, wollte die Polizei nicht sagen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.09.2020 | 15:00 Uhr

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