Eine Person durchtrennt einen Baum mit einer Kettensäge. © imago images

Härtere Strafen für illegale Waldrodungen geplant

Stand: 03.03.2021 15:30 Uhr

Das illegale Abholzen von Bäumen könnte in Zukunft für Unternehmen deutlich teurer werden. Auf entsprechende Initiativen haben sich Umweltministerium, kommunale Spitzenverbände und betroffene Gemeinden am Mittwoch geeinigt.

Oft verschwinden mehrere Hektar Bäume und Sträucher über Nacht. Laut den Teilnehmern des Treffens gab es gerade in jüngster Zeit zahlreiche schwerwiegende Eingriffe in die Natur. Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen) fordert deshalb, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen: "Unser Austausch hat den Eindruck bestätigt, dass die Hemmschwelle sinkt. Immer häufiger brechen einzelne Akteure offenbar bewusst die forst- und naturschutzrechtlichen Regeln." Der Minister will sich deshalb für höhere Strafen einsetzen und strebt eine Initiative auf Bundesebene an, um das Bundesnaturschutzgesetz entsprechend anzupassen.

Ein grünes Waldstück durch das an manchen Stellen das Licht durchbricht. © NDR Foto: Julius Matuschik
AUDIO: Deutlich höhere Strafen für unerlaubte Waldrodung (1 Min)

Strafzahlungen je nach Unternehmensumsatz

Aktuell drohen maximal 50.000 Euro Strafe für das illegale Abholzen. Künftig soll, wenn es nach Albrecht geht, die Höhe der Strafzahlung anhand des Unternehmensumsatzes bemessen werden. Außerdem könnte es bald eine grundsätzliche Dokumentationspflicht geben, so dass alle Rodungsmaßnahmen festgehalten werden müssen. So sollen Behörden im Zweifel schneller überprüfen können, ob die jeweilige Maßnahme legal war.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 03.03.2021 | 15:00 Uhr

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