Stand: 08.01.2020 14:49 Uhr  - Schleswig-Holstein Magazin

Grundsteinlegung für Gettorfer "Hospiz im Wohld"

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In Schleswig-Holstein soll es nach Angaben der Landesregierung nach und nach mehr Hospize geben. (Themenbild)

Es nennt sich "Hospiz im Wohld" und soll kranken Menschen im Dänischen Wohld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) einen Ort der Geborgenheit bieten: Am Mittwoch ist der Grundstein für das Haus in Gettorf gelegt worden. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) überreichte als letzten Baustein der Finanzierung einen Förderbescheid über 300.000 Euro. "Als Landesregierung ist es uns wichtig, dass sterbende Menschen darauf vertrauen können, dass sie in ihrem letzten Lebensabschnitt eine gute Pflege erhalten", sagte Günther.

Fertigstellung noch in diesem Jahr

Das "Hospiz im Wohld" wird im Herbst voraussichtlich fertig sein. Es bietet Platz für zehn Betten, von denen zwei für Kinder und Jugendliche bereitgestellt werden können. Der Ministerpräsident bedankte sich vor allem bei den vielen Ehrenamtlern. "Sie unterstützen einfühlsam schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen", sagte Günther und fügte an: "Ich bin von Ihrer Arbeit tief beeindruckt."

Weitere Hospize in SH entstehen

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Neumünsteraner Modell: Beim Sterben begleiten

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Schleswig-Holstein bietet bislang 69 Plätze in Hospizen in Kiel, Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg), Elmshorn (Kreis Pinneberg), Rendsburg, Niebüll (Kreis Nordfriesland) und Lübeck. Weitere Hospize sind in Schleswig, Bad Oldesloe (Kreis Stormarn), Itzehoe (Kreis Steinburg) und Norderstedt (Kreis Segeberg) geplant. Außerdem gibt es 55 ambulante Hospizdienste. Sozialminister Heiner Garg (FDP) sagte, die Landesregierung wolle eine umfassende und flächendeckende Versorgungsstruktur bei den Hospizen.

Neumünster: Kein Hospiz, aber ein Netzwerk

Manchmal gibt es in Regionen auch kein Hospiz, dafür aber ein Netzwerk. In Neumünster zum Beispiel: Hier hat sich ein Geflecht aus Ärzten, Pflegeeinrichtungen und ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern gebildet, um schwerkranke Menschen besser zu pflegen. Land und Stadt fördern das Neumünsteraner Modell mit 140.000 Euro für drei Jahre.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 02.01.2020 | 19:30 Uhr

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