Stand: 17.04.2018 15:53 Uhr

Grundschullehrer bekommen mehr Geld ab 2020

Lange fühlten sich die 7.000 Grundschullehrer in Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Lehrern ungerecht bezahlt. Ab 2020 soll sich das ändern. Denn die Landesregierung hat sich auf eine bessere Bezahlung der Grundschullehrer geeinigt. Demnach sollen sie bis 2026 in sechs Stufen zur Besoldungsstufe A13 aufsteigen. Bisher werden sie nach A12 bezahlt. Bei einem Grundschullehrer mit der Erfahrungsstufe 4 ist das derzeit ein Unterschied von 405,24 Euro pro Monat. "Ziel ist die deutliche Stärkung dieser Schulart", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag.

Garg: "Attraktivität des Grundschullehramtes steigern"

Die Landesregierung rechnet mit Mehrkosten von knapp 28 Millionen Euro pro Schuljahr. "Die bessere Bezahlung ist ein richtiger Schritt, denn die Grundschullehrkräfte leisten im Schulalltag Großartiges! Genauso richtig ist es, dass wir uns auf eine schrittweise Aufstockung der Besoldung ab 2020 verständigt haben. Damit ist dieser finanzielle Kraftakt einfacher zu stemmen", sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Sozialminister Heiner Garg (FDP) sprach von einem intelligenten Fahrplan, durch den die Attraktivität des Berufes gesteigert werden solle.

1,2 Millionen Euro für Schulleitungen

Schulleiter von Grundschulen und deren Stellvertreter sollen bereits ab 1. August 2019 mehr Geld bekommen. Die Gehälter steigen zunächst um eine halbe und ein Jahr später um eine volle Besoldungsstufe. Die Regierung rechnet hierfür mit Mehrkosten von zunächst 1,2 Millionen Euro.

Lehramtsstudium wird neu strukturiert

Auch das Lehramtsstudium will Ministerin Prien neu ordnen. Während beim Grundschulstudium alles beim Alten bleibt, soll es künftig klar getrennt voneinander ein Studium für das Lehramt an Gemeinschaftsschulen und eines für das Lehramt an Gymnasien geben. Ziel ist es, dass Studierende eine klarere Orientierung bekommen. Die neue Regelung soll am 1. Februar 2019 in Kraft treten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die SPD kritisierten die Pläne. Die Sozialdemokraten befürchten, dass sich durch die Reform beide Schularten voneinander wegbewegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.04.2018 | 12:00 Uhr

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