Stand: 03.03.2018 16:33 Uhr

Grüne bestätigen: Albrecht wird Habeck-Nachfolger

Die Grünen in Schleswig-Holstein haben sich entschieden: Jan Philipp Albrecht tritt die Nachfolge von Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck an. Der gebürtige Braunschweiger Albrecht ist bislang Europa-Abgeordneter. Auf einer Pressekonferenz hat der Grünen-Landesvorstand die Nachfolge am Sonnabend bestätigt. Bereits am Freitagabend hatten Medien übereinstimmend über die Personalie Albrecht berichtet.

Grüne zufrieden mit der Entscheidung

"Ich glaube alle in meinem Ministerium können sich auf ihren neuen Chef freuen. Schleswig-Holstein kann sich auf einen neuen tollen Politiker freuen - er ist mein Traumnachfolger", freut sich Habeck. Finanzministerin Monika Heinold von den Grünen sagte, sie werte die Entscheidung als Festigung des Jamaika-Bündnisses. Albrecht selbst sagte zum schleswig-holsteinischen Regierungsbündnis aus CDU, Grünen und FDP: "Ich bin ein großer Fan von diesem Projekt." Er gehe seine Aufgabe als Minister mit Respekt und großer Motivation an. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) freut sich auf die Zusammenarbeit: "Es ist ein gutes Zeichen, dass jemand von der europäischen Ebene mit seinen Kontakten und dieser hohen fachlichen Kompetenz dieses wichtige Amt übernimmt." Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner gratulierte Albrecht und bot ihm eine gute Zusammenarbeit an.

Bereits am Freitag hatten die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, und die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock via Twitter gratuliert. Die Grünen brauchen einen Nachfolger für Habeck, weil dieser seit Ende Januar die Partei auf Bundesebene zusammen mit Baerbock als Doppelspitze anführt.

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Grünen-Parteitag ermöglicht Übergangszeit

Habeck hatte seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Grünen mit einer Bedingung verknüpft. Um die Dinge in Schleswig-Holstein zu regeln und seinem Nachfolger eine Einarbeitungszeit zu ermöglichen, pochte Habeck auf eine Übergangszeit, in der er Bundesvorsitzender und Minister zugleich sein kann. Einer entsprechenden Satzungsänderung stimmte der Parteitag der Grünen vor der Wahl der Bundesvorsitzenden zu. Anschließend wählten die Delegierten den gebürtigen Lübecker und die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock aus Brandenburg an die Spitze der Partei.

Landesvorstand entschied einstimmig

Bis zum Spätsommer hat der Habeck-Nachfolger also noch Zeit, sich in die wichtigen Themen seines Ministeriums einzuarbeiten. Der Landesvorstand hat sich einstimmig für Albrecht entschieden. Auch der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz war für den Posten gehandelt worden.

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Offenbar erfüllt Albrecht für die Habeck-Nachfolge das Anforderungsprofil, das Landtagsfraktionschefin Eka von Kalben angedeutet hatte. Der oder die Neue solle den Stil von Habeck fortführen, sagte von Kalben shz.de - also vor allem "moderierend sein und eine gute Außendarstellung haben". Das sei "wichtiger als ein Fachexperte in allen Bereichen zu sein".

Albrecht soll das Ministerium mit dem wohl größten Aufgabenspektrum in Schleswig-Holstein übernehmen. Er wird nicht nur Umweltminister, sondern auch zuständig sein für die Bereiche Energiewende, Landwirtschaft, Naturschutz und Digitalisierung. Vor allem letzteres steht für Albrecht im Fokus: "Das Herzensthema ist die Digitalisierung. Da ist noch ordentlich Luft, etwas daraus zu machen", so Albrecht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.03.2018 | 17:00 Uhr

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