Stand: 19.09.2019 16:55 Uhr

Jugendcamp in Grömitz: Lage nach Großeinsatz entspannt sich

In einem Jugendcamp in Grömitz (Kreis Ostholstein) normalisiert sich die Lage. Die Magen-Darm-Beschwerden bei den 43 Kindern und Jugendlichen und den zwei Betreuern sind nicht mehr so stark wie noch am Mittwochabend. Die Symptome ließen im Laufe des Tages bei fast allen nach. "Keiner der Betroffenen ist schwer erkrankt", sagte eine Kreissprecherin. Zurzeit werden nur noch vier Betroffene durch den Rettungsdienst betreut. Für die anderen wurde die Quarantäne aufgehoben. Die meisten Schüler sind bereits von ihren Eltern abgeholt oder mit Bussen nach Hause gefahren worden. Die meisten von ihnen stammen aus dem Raum Hannover.

Virus oder Lebensmittelvergiftung?

Ob ein Virus oder eine Lebensmittelvergiftung die Ursache für die Erkrankung war, ist nach wie vor unklar. Fachkräfte des Kreisgesundheitsamtes haben Proben genommen. Mit den Ergebnissen rechnet Landrat Reinhard Sager (CDU) erst Anfang kommender Woche.

Mobile Krankenstation vor Ort

Feuerwehr und Rettungsdienst waren am Mittwochabend mit rund 100 Kräften zu einem Großeinsatz in das Jugendcamp ausgerückt. Laut Leitstelle hatten sich am frühen Abend 15 Schüler erbrochen. Kurze Zeit später waren es schon mehr als 40 Menschen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie zwei Betreuer klagten über Magenschmerzen und mussten spucken. Sie wurden daraufhin von den anderen Campteilnehmern getrennt. Außerdem wurden Zelte für die Versorgung der Patienten errichtet, insgesamt 45 Menschen befanden sich dort in Quarantäne. Die Rettungskräfte durften diese Art Notkrankenhaus nur mit Schutzanzug und Mundschutz betreten. Das mobile Krankenlager wurde errichtet, weil es an Kapazitäten in den umliegenden und weiter entfernten Krankenhäusern fehlte.

Einsatzkräfte in Schutzanzügen und mit Mundschutz besprechen sich mit Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes. © NDR Foto: Hauke Bülow

Grömitz: Schüler aus Quarantäne entlassen

NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein -

Den meisten Schülern geht es nach den Magen-Darm-Beschwerden wieder besser. Viele wurden bereits von ihren Eltern abgeholt. Nur vier Betroffene sind noch in Behandlung.

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Kinder in Weißenhäuser Strand mit ähnlichen Symptomen

Zusätzlich ist der Campingplatz abgeschottet worden. Niemand durfte den Ort verlassen. Auch bereits angereiste Eltern wurden laut Notarzt zunächst wieder weggeschickt. Damit sollte verhindert werden, dass sich weitere Menschen anstecken. Aber möglicherweise war das bereits schon vorher passiert. Noch in der Nacht wurde bekannt, dass sechs Kinder in Weißenhäuser Strand über die gleichen Beschwerden klagten. Zunächst hieß es, sie hätten vorher Kontakt zu den Schülern gehabt, die auf Klassenfahrt in Grömitz sind. Laut Kreissprecherin war das nicht der Fall. Nach ihren Angaben haben die beiden Fälle nichts miteinander zu tun.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.09.2019 | 17:00 Uhr

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