Greensill-Pleite: Geld für Amt Mitteldithmarschen verloren?

Stand: 23.03.2021 14:03 Uhr

Nach der Pleite der Greensill Bank haben 24 Kommunen des Amts Mitteldithmarschen Sorge um ihr angelegtes Geld. Am Montagabend hat der Amtsausschuss getagt.

17 Millionen Euro hat das Amt Mitteldithmarschen bei der insolventen Bremer Greensill-Bank angelegt. Zum Amt gehören die Stadt Meldorf und 23 umliegende Dörfer - von Albersdorf bis Barlt. Die bis auf eine Ausnahme alle ehrenamtlich-tätigen Bürgermeister des Amtes hatten daher viele Fragen an ihre Verwaltung. Die Wichtigste dürfte gewesen sein, ob das Geld verloren ist oder nicht. Aber darauf gibt es momentan offenbar keine eindeutige Antwort.

Ob Einlagensicherung greift, ist unklar

Die Amtsverwaltung hofft, dass die Einlagensicherung des Bundes greift. Ob das tatsächlich der Fall ist, muss aber noch geklärt werden. Denn die Situation ist ziemlich kompliziert. Es gibt nämlich Unterschiede zwischen Stiftungen, Gebietskörperschaften und einem Konstrukt wie einer Amtsverwaltung. Klar ist nur, dass Stiftungen sich auf die Einlagensicherung verlassen können - landesweit haben drei Stiftungen zusammen mehr als eine Million Euro bei Greensill geparkt. Die Stadt Wahlstedt als Gebietskörperschaft hat drei Millionen Euro bei der insolventen Bank angelegt und das Amt Mitteldithmarschen eben 17 Millionen Euro. Stand heute ist unklar, ob es Sicherheit für diese Gelder gibt. Die Gemeindeaufsicht des Kreises Dithmarschen prüft gerade den gesamten Vorgang, mit einem Ergebnis wird in den kommenden Tagen gerechnet.

Bundesweit sollen nach derzeitigem Stand 26 Kommunen mindestens 250 Millionen Euro bei der Greensill Bank angelegt haben.

Weitere Informationen
Ein Schild mit der Aufschrift Greensill Bank.
2 Min

Insolvenz von Greensill trifft einige Kommunen schwer

Garbsen, Osnabrück oder Nordenham hatten mehrere Millionen bei der Bank angelegt. Für sie sieht es schlecht aus. 2 Min

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.03.2021 | 12:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Ein Mitarbeiter von Thyssenkrupp hält eine Schutzbrille in den Händen © NDR Foto: Christian Wolf

Kiel: Mit Holo-Brille in die Zukunft des Schiffbaus

Als erste Werft weltweit nutzt ThyssenKrupp Marine Systems für den Bau seiner U-Boote Augmented-Reality-Technik. mehr

Videos