Eine Straße in Lübeck-Travemünde steht unter Wasser. © NDR Foto: Tobias Gellert

Gewitterzellen über Schleswig-Holstein - immer wieder Starkregen

Stand: 26.07.2021 16:00 Uhr

Starkregen und einige vollgelaufene Keller: Am Montagmittag hatte ein lokales Gewitter in Travemünde für mehrere Feuerwehreinsätze gesorgt. Und am Abend zogen Gewitter über den Norden des Landes.

Laut Polizei und Feuerwehr war am frühen Abend vor allem der Norden des Landes betroffen. Laut Leitstelle nord kamen in Kropp und Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg) die Gullideckel hoch. Und in Schleswig floss Wasser in ein Parkhaus in der Schwarzen Straße. DerDeutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben: Zwischen 19 und 20 Uhr rechneten die Experten demnach mit heftigen Gewittern in Schleswig-Holstein. Doch während es an einigen Stellen wirklich unwetterartig regnete, war es nur ein Stückchen weiter völlig ruhig.

Platzregen auch in Travemünde

Ähnlich wechselhaft zeigte sich das Wetter auch am Montagmittag über Travemünde. Die Gewitterzelle war nach einer Stunde verschwunden. Doch von 13 bis 14 Uhr wurde die Feuerwehr zu 17 Häusern gerufen, deren Keller volliefen. Ein Teil der Tornadowiese an der Promenade stand unter Wasser – dort campen zurzeit auch einige Segler.

Eine Straße in Lübeck-Travemünde steht unter Wasser. © NDR Foto: Tobias Gellert
Auch einige Straßen in Travemünde sind überschwemmt.

Auch ein paar Straßen und der Parkplatz Leuchtenfeld standen teilweise unter Wasser. Verletzt wurde niemand. Im übrigen Stadtgebiet von Lübeck blieb es bei kleineren Schauern.

Regatten mussten verschoben werden

Auch der Travemünder Woche hat die Unwetterlage kurzzeitig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Regatten mussten verschoben werden. Und schließlich musste ein Sprecher der Travemünder Woche bekanntgeben, dass die Wettfahrten für Montagabend ganz abgesagt wurden, da im Süden von Hamburg noch Gewitterzellen lauerten, von denen nicht klar war, wo sie am Abend noch hinziehen. Für Dienstagmorgen sehe die Windvorhersage jedoch gut aus. Die ersten Klassen sollen deshalb schon um 10 Uhr beginnen., damit möglichst viele Rennen gesegelt werden können. Um einiges aufzuholen, würden statt zwei dann drei Rennen an den Start gehen, hieß es weiter.

Starkregen am Sonntagabend im Kreis Segeberg

Starkregen hat am Sonntagabend außerdem für mehr als hundert Einsätze der Feuerwehr im Kreis Segeberg gesorgt. Verletzt wurde niemand, betroffen war überwiegend Kaltenkirchen und umliegende Gemeinden. Insgesamt knapp 150 mal mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr bis zum Morgen ausrücken. Betroffen waren auch Bad Segeberg, sowie unter anderem die Orte Lentförden, Oersdorf oder Kattendorf. Laut Feuerwehrleitstelle waren es oft vollgelaufene Keller und Garagen, die leergepumpt werden mussten - ebenso überflutete Straßenunterführungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.07.2021 | 16:00 Uhr

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