Die Sonne scheint auf den Eingangsbereich am Landgericht Kiel. © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

Getötete Frauen in Rendsburg: Lebenslange Haft gefordert

Stand: 07.09.2021 16:27 Uhr

Im Prozess um zwei getötete Frauen in Rendsburg rückt das Urteil näher. Nach der Staatsanwaltschaft am Montag, haben am Dienstag Nebenklage und Verteidigung ihre Plädoyers gehalten.

Er soll zwei Frauen getötet haben. Seit neun Monaten sitzt deshalb ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen ihn war Anfang August vor dem Kieler Landgericht gestartet. Jetzt wurden die Plädoyers gehalten. Die Nebenklage hat sich dabei der Forderung der Staatsanwaltschaft angeschlossen. Die hatte verlangt, dass der 41-Jahre alte Angeklagte die höchstmögliche Strafe bekommt, nämlich lebenslange Haft. Außerdem soll die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Dann könnte der Mann nicht, wie sonst üblich, nach 15 Jahren aus der Haft entlassen werden. Die Staatsanwaltschaft will außerdem eine anschließende Sicherungsverwahrung des Angeklagten.

Urteil fällt kommende Woche

Der Verteidiger des 41-Jährigen nannte dagegen keine konkrete Freiheitsstrafe, will aber, dass sein Mandant höchstens zu 15 Jahren verurteilt und in einer Psychiatrie untergebracht wird. Der Anwalt ließ laut Landgericht auch offen, wie die mutmaßliche Tat einzuschätzen ist, also, ob es sich zum Beispiel um Mord oder Totschlag handelt. Das Urteil soll kommende Woche Donnerstag fallen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 07.09.2021 | 16:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Aufgrund der Vollsperrung beider Nord-Ostsee-Kanal-Brücken staut sich der Autoverkehr. © Daniel Friederichs Foto: Daniel Friederichs

Holtenauer Hochbrücke in Kiel: Ab Montag fahren hier wieder Busse

Bis zu vier Gelenkbusse des ÖPNV dürfen dann gleichzeitig auf der Brücke fahren. Für Lkw gibt es weiter Einschränkungen. mehr

Videos