Stand: 11.07.2019 17:46 Uhr

Gesucht: Ein Handball-Chef, der Spaß versteht

Nach dem Aufstieg der Handballer von der HSG Holsteinische Schweiz im Mai in die Schleswig-Holstein Liga fehlt immer noch ein Trainer für die neue Saison. Die startet schon in sechs Wochen. Die HSG steckt also mitten in den Vorbereitungen. Der Aufsteiger muss im körperlichen und taktischen Bereich noch härter arbeiten als jedes andere Team in der neuen Liga, um gegen die anderen Vereine bestehen zu können. Damit das überhaupt irgendwie geht, hilft der Damen-Trainer - allerdings nur übergangsweise bis zum Saisonstart. Denn er trainiert noch zwei andere Mannschaften.

Chef sein und ein paar Späße mitmachen

Bei Spieler Kevin Kutz und seinem Team war die Euphorie und Freude über den Aufstieg riesig. "Jetzt steht man so ein bisschen wie vor einem Scherbenhaufen. Uns fehlt ein Trainer und der ein oder andere Spieler. Das ist schade. Man hat so hart dafür gearbeitet", beschreibt er die aktuelle Situation. Die Mannschaft wünscht sich frischen Wind von außen. "Jemand, der zwar der Chef ist, aber so ein paar Späße mitmacht - das wäre genau die richtige Mischung", so Kutz.

Lizenztrainer ist teurer

Der Vereinsvorstand ist seit Wochen auf Trainersuche. Der alte Trainer ist schon seit zwei Monaten weg. Das Problem: Ab der SH-Liga braucht jede Mannschaft einen Lizenztrainer und das kostet Geld. "Die HSG ist nicht in der Lage, utopische Summen zu bezahlen. Natürlich müssen wir einen vernünftigen Trainer vernünftig bezahlen. Dazu stellen wir auch alles auf die Beine, was wir können. Aber es ist halt nicht einfach", erklärt Jochen Degner, der erste Vorsitzende der Handballspielgemeinschaft aus Malente und Eutin (Kreis Ostholstein). Es ist ein generelles Problem, dass im ganzen Land Trainer fehlen. Das bestätigt auch der Handballverband Schleswig-Holstein. Seit 2016 sind die Mitgliederzahlen um fünf Prozent gesunken. Laut Verband wirke sich das auch auf den Trainermarkt aus.

Die HSG Holsteinische Schweiz will zur Not aber auch ohne Trainer in der SH-Liga starten. Am 24. August geht es mit einem Heimspiel in die neue Saison. Zu Gast ist dann der Vorjahrsdritte. Das wird der erste Härtetest für die HSG - egal ob mit oder ohne neuem Trainer.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.07.2019 | 19:30 Uhr

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