Stand: 23.01.2019 14:16 Uhr

Geständnis in Prozess um angebliche Entführung

Vor dem Lübecker Landgericht hat am Mittwoch der Prozess gegen einen Mann begonnen, der seine eigene Entführung vorgetäuscht haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vortäuschen einer Straftat, Betrug und Urkundenfälschung vor. Im Oktober 2018 behauptete der Mann, er sei überfallen und tagelang gefangen gehalten worden. Zeugen hatten den Mann verletzt und gefesselt auf dem Waldfriedhof im Ostseebad Timmendorfer Strand gefunden.

"In Scheinwelt gelebt"

Zum Prozessauftakt legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Er habe in einer Scheinwelt gelebt und bereue die Taten, sagte der heute 39-Jährige dem Landgericht in Lübeck.

Stelle als Leiter einer Privatschule erschlichen

Der 39-Jährige muss sich außerdem wegen schweren Raubes verantworten, weil er im Sommer 2018 einen Discounter überfallen und mehrere tausend Euro erbeutet haben soll. Rund ein Jahr zuvor soll er sich zudem mit gefälschten Ausbildungszeugnissen eine Stelle als Leiter einer Privatschule in Lübeck erschlichen haben. Zum Prozess sind 15 Zeugen und eine Sachverständige geladen. Ein Urteil soll voraussichtlich Anfang Februar verkündet werden.

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Mann soll Entführung vorgetäuscht haben

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.01.2019 | 14:00 Uhr

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