Stand: 13.02.2018 14:20 Uhr

Geldstrafe: Bauer wegen Tierquälerei verurteilt

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Vor dem Amtsgericht Bad Segeberg wird das Verfahren wegen Tierquälerei verhandelt.

Ein Landwirt aus Todesfelde (Kreis Segeberg) ist wegen Tierquälerei in drei Fällen vom Schöffengericht Segeberg zu einer Geldstrafe von 17.500 Euro verurteilt worden. Das sind 250 Tagessätze von je 70 Euro. Laut Anklage hatte der 57-Jährige Rinder, Sauen und Schweine in seinem Mastbetrieb gehalten, außerdem 17 Katzen. Trotz mehrfacher Beanstandungen durch das Kreisveterinäramt solle er keinen Tierarzt gerufen haben. Kühe und Rinder hätten gelahmt und sich vor Schmerzen kaum mehr bewegen können, hieß es in der Anklage. Ein schwer erkrankter, apathisch daliegender Bulle sei wenige Tage später tot auf dem Hof gefunden worden.

Vier Startversuche zu einem ordentlichen Verfahren

Zahlen muss der Mann allerdings nur 14.000 Euro. 3.500 Euro (50 Tagessätze) gelten bereits als vollstreckt - wegen Verfahrensverzögerungen: 2013 hatten die Behörden den Bauern besucht, 2015 sollte der Prozess eigentlich beginnen. Doch am Ende brauchte es vier Anläufe, um ein ordentliches Verfahren zu starten. Der Prozessauftakt gegen den 57-Jährigen war im August 2015 geplatzt, weil ein Gutachten fehlte. Beim zweiten Versuch legte ein Verteidiger sein Mandat nieder, beim nächsten war das Gericht nicht korrekt besetzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe in Höhe von 220 Tagessätze gefordert. Die Verteidigung bestritt die Vorwürfe und hatte einen Freispruch gefordert. Sie kündigte bereits an, Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen zu wollen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.02.2018 | 15:00 Uhr

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