Stand: 25.10.2018 12:36 Uhr

Gegen Fälscher: Dokumentenscanner für Behörden

Es ist ein eher unscheinbares Gerät, das aussieht wie ein kleiner grauer Schuhkarton, in das die Dokumente wie etwa Ausweise hineingelegt werden. Und doch ist es, hofft die Landesregierung, ein wirksames Instrument gegen Urkundenfälscher. Innen-Staatssekretärin Kristina Herbst (CDU) hat diese neue Technik am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Maschine erkennt innerhalb kurzer Zeit elektronische und optische Sicherheitsmerkmale von 1.800 Dokumenten aus aller Welt.

"Pässe, die zuvor noch keiner gesehen hat"

Das Ergebnis landet sofort auf dem Computer. Leuchten kleine Signalleuchten auf dem Bildschirm grün, ist alles in Ordnung, leuchtet ein rotes Lämpchen auf, besteht der Verdacht, dass das Dokument gefälscht ist und die Polizei wird gerufen. Laut Staatssekretärin Herbst sollen die Behörden im Land mit 250 Geräten ausgestattet werden. "Die Vielzahl an Dokumenten aus den vielfältigen Ländern, die gerade den Kommunen vorgelegt werden, macht es immer schwieriger mit dem bloßen Auge Fälschungen zu entdecken - auch wenn das Auge noch so geschult ist", sagte sie. "Da sind im Zweifel Pässe dabei, die noch keiner vorher gesehen hat."

Kommunen müssen Folgekosten übernehmen

800.000 Euro stellt das Land für die Anschaffung der Geräte bereit - Software und Wartung im ersten Jahr inklusive. Danach müssen die Kommunen die Folgekosten tragen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten 50 Meldestellen und Zulassungsbehörden ausgerüstet werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.10.2018 | 12:00 Uhr

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