Stand: 01.02.2021 19:04 Uhr

Fünf Rehe ertrinken im Lütjensee: War ein Hund schuld?

Nachdem am Sonntag fünf Rehe im Lütjensee im Kreis Stormarn ertrunken sind, ermittelt jetzt die Polizei gegen einen unbekannten Hundebesitzer.

Das Wild war auf den zugefrorenen See gelaufen und im Eis eingebrochen. Die Feuerwehr war vor Ort, konnte aber nur noch die toten Tiere bergen. Ein Zeuge berichtet, ein Hund habe die Rehe aufgescheucht. Er beschreibt den Hund als etwa kniehoch und schwarz-weiß gefleckt. Nun bittet die Polizei um weitere Zeugenhinweise. Die Landesforsten weisen in dem Zusammenhang darauf hin, dass in dem Gebiet rund um den See eine Leinenpflicht gilt.

Es hat keine Treibjagd gegeben

Zuvor waren Spaziergänger von einer Treibjagd ausgegangen. Denn die Zeugen wollen Schüsse gehört haben. Aber laut Polizei und der Lütjenseer Bürgermeisterin Ulrike Stentzler (CDU) war dem nicht so. Stentzler, die am Sonntag ebenfalls in der Nähe des Sees war, hat sich bei der Jägerschaft erkundigt. Sie sagte NDR Schleswig-Holstein: "Man würde niemals hier Sonntagnachmittags und sowieso bei solchem Wetter eine Treibjagd veranstalten". Die Jäger seien sehr umsichtig. Die Bürgermeisterin vermutet, dass die Knallgeräusche von Silvesterknallern stammten, die Schüsse seien aber erst dann zu hören gewesen, als die Rehe schon im Eis eingebrochen waren.

Stentzler appellierte an Spaziergänger, sich nicht außerhalb der Gehwege aufzuhalten. Auch das könnte Wildtiere erschrecken.

Dieses Thema im Programm:

Moin! Der Tag in Schleswig-Holstein | 01.02.2021 | 16:40 Uhr

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