Stand: 04.06.2019 16:12 Uhr

Friedrichskoog: Heuler kommen aus Quarantäne

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Im Aufzuchtbecken sollen die Tiere nun lernen, komplett selbstständig Fisch zu fressen.

Der Umzug vom Quarantäne- ins Aufzuchtbecken ist für die ersten Heuler der Saison in der Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) ein großer Schritt zurück in die Freiheit. Am Dienstag war es soweit - zum Beispiel für "Pepe", der als Frühgeburt am 14. Mai auf Hallig Hooge gefunden worden war. Die Helfer in der Seehundstation päppelten ihn auf. Inzwischen wiegt er knapp acht Kilogramm und frisst bereits kleine Fische. "Pepe" teilt sich das Becken nun mit vier weiteren Heulern, die in den vergangenen Wochen auf Langeneß, Amrum, an der Meldorfer Bucht und in Büsum gefunden wurden. Andere Tiere befinden sich noch in Quarantäne.

Das Ziel: 25 Kilogramm Gewicht

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Bringen die Heuler 25 Kilogramm auf die Waage, werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

Nun müssen die jungen Seehunde lernen, komplett selbstständig Fisch zu fressen. Dann geht es für sie in Friedrichskoog weiter ins Auswilderungsbecken. Dort müssen sich die Jungtiere Speck anfressen. Mindestens 25 Kilogramm müssen sie auf die Waage bringen, bevor die Abschlussuntersuchung auf dem Programm steht. Im Durchschnitt bleiben die Tiere den Angaben zufolge zehn Wochen in der Seehundstation. Danach werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

Einzige Aufnahmestelle im Norden

Die Geburtenzeit der Seehunde im Wattenmeer hat im Mai begonnen. Im vergangenen Sommer wurden nach Angaben des Wattenmeer-Sekretariats 4.576 Seehundbabys vor Schleswig-Holsteins Küsten gezählt. In der Seehundstation mussten in der Hauptgeburtszeit 2018 nach eigenen Angaben 187 von ihren Müttern verlassene Seehundbabys aufgenommen werden. Die Seehundstation Friedrichskoog ist die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein.

Eine kleiner Heuler in einem Trog

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 04.06.2019 | 19:30 Uhr

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