Stand: 18.01.2019 15:03 Uhr

#FridaysForFuture: Schüler streiken fürs Klima

Mit Plakaten demonstrierten Hunderte Schüler in Kiel für die Einhaltung der Klimaziele und den Schutz der Umwelt.

Demonstrieren für den Klimaschutz und gegen Treibhaus-Emissionen anstatt zur Schule gehen: Mehrere Hundert Schüler haben sich am Freitagmorgen erneut vor dem Kieler Landeshaus getroffen und sind von da aus in einem Demonstrationszug durch Kiel bis zur Abschlusskundgebung vor dem Kieler Rathaus gezogen.

"Wir streiken, bis ihr handelt"

Sie waren laut, sie waren viele und sie waren friedlich. Nach Polizeiangaben haben rund 700 Kinder und Jugendliche haben am Freitagmorgen in Kiel ein Zeichen setzen wollen. Die Veranstalter sprachen von 1.000 Teilnehmenden. Auch in Lübeck und Elmshorn fanden Demonstrationen statt. Für den Klimaschutz und - wie sie selbst sagen - für ihre Zukunft. Auf ihren Plakaten stand zum Beispiel: "Wir streiken, bis ihr handelt." Sie fordern unter anderem einen zügigen Kohleausstieg und die Einhaltung der Pariser Klimaziele.

Die Schüler wünschen sich "eine Politik, die der jungen Generation eine lebenswerte Zukunft garantiert", heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren. "Wir wollen nicht nur zusehen, wie hier im Landtag oder anderswo debattiert und über unsere Köpfe hinweg entschieden wird", wird der 17 Jahre alte Schüler Moritz in der Mitteilung zitiert. "Wir wollen unsere Zukunft mitgestalten und sichern, damit es auch in 60 Jahren noch eine Welt für uns zum Leben gibt."

Bundesweite Aktion nach schwedischem Vorbild

Unter dem Motto #FridaysForFuture demonstrierten an diesem Freitag bundesweit Schüler in 55 Städten, zum wiederholten Mal. Im Dezember fanden die ersten zwei Demonstrationen von Schülern gegen die Klimapolitik statt. Ihr Vorbild ist die 16-jährige schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz zu dieser besonderen Form des Streiks aufgerufen hatte.

Etwa vier Stunden zog die Schülertruppe durch Kiel, zum Teil auf den Hauptverkehrsstraßen und begleitet von der Polizei. Viele Passanten blieben stehen und hörten sich Teile der verschiedenen Kundgebungen an, die meisten fanden gut, was die Schüler forderten: Aussteigen aus dem Kohleabbau, mehr gegen die Erderwärmung tun und erneuerbare Energien fördern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.01.2019 | 15:00 Uhr

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