Stand: 28.10.2019 18:57 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Frau aus Dithmarschen: Vermissten-Suche eingestellt

Vermisste Frau mit Kind © Presseportal
Einen Tag bevor die 41-Jährige eine eineinhalbjährige Haftstrafe wegen Betruges antreten sollte, verschwand sie.

Die polizeiliche Suche nach der verschwundenen Mutter aus Pahlen (Kreis Dithmarschen), die gemeinsam mit ihrem acht Jahre alten Sohn unterwegs ist, wird eingestellt. Man sei jetzt überzeugt davon, dass es der Frau und dem Jungen gut gehe, so die Polizei. Sie hatte sich zuvor bei einer Verwandten gemeldet. Nach Angaben der Ermittler soll stattdessen mit einem Haftbefehl nach der Frau gefahndet werden. Diesen muss die zuständige Staatsanwaltschaft im hessischen Hanau allerdings erst beantragen. Die Frau hatte in Hessen gewohnt, bevor sie nach Norddeutschland kam. Dort war sie wegen diverser Betrugsvergehen zu einer Haftstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden.

Frau hatte Haftstrafe nicht angetreten

Die 41-Jährige war Mitte Oktober in Brunsbüttel zusammen mit ihrem Sohn verschwunden - einen Tag bevor sie die Haftstrafe antreten sollte. Nachdem ihre 19-jährige Tochter die Polizei alarmiert hatte, waren die Beamten zunächst von Selbstmord ausgegangen und hatten eine großangelegte Suche im Watt in der Elbmündung bei Brunsbüttel eingeleitet. Seitdem galt die Frau als vermisst.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Mutter absichtlich abgesetzt hat, um der Haftstrafe zu entgehen. Nun soll nach der Frau gefahndet werden - das geht allerdings erst, wenn der Haftbefehl gegen die Frau erlassen wird. Dies passiert, wenn eine Haftstrafe nicht angetreten wird - wie im vorliegenden Fall. Eine öffentliche Fahndung soll es laut Polizei aber nicht geben. Dafür seien ihre Delikte nicht schwerwiegend genug.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.10.2019 | 14:00 Uhr

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