Stand: 03.12.2019 14:55 Uhr

Foto von Neumünster im All begeistert Sternwarte

Am Abend des 21. Oktober fotografierte Wolfgang Ries im österreichischen Altschwendt den Kleinplaneten 342000 Neumünster. Zu dem Zeitpunkt war der Himmelskörper rund 205 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Es ist gelungen - das erste Foto von Neumünster. Wolfgang Ries hat es gemacht. Es handelt sich dabei jedoch nicht um die Stadt in Schleswig-Holstein, sondern um den Kleinplaneten 342000 Neumünster - der seinen Namen aber immerhin von der norddeutschen Stadt hat. Fotograf Ries ist ein Asteroidenjäger aus Österreich.

"Auf dem Foto ist Neumünster zwar sehr klein. Allerdings muss man sich vorstellen, dass dieser Kleinplanet etwa einen Kilometer groß ist. Also ungefähr so groß, wie die Neumünsteraner Innenstadt und aus einer Entfernung von ungefähr 205 Millionen Kilometern fotografiert", sagt Marco Ludwig von der Sternwarte Neumünster NDR Schleswig-Holstein. "Das ist schon sehr außergewöhnlich. Wir freuen uns sehr, dass Neumünster diese Ehre zuteil wurde."

Bild des Planeten soll in Sternwarte Neumünster hängen

Im April wurde der Kleinplanet mit der bis dahin amtlichen Bezeichnung "2008 RV 26" von der internationalen Astronomischen Union (IAU) offiziell auf den Namen 342000 Neumünster getauft. Der Grund ist laut der Sternwarte Neumünster, dass sich die Einrichtung seit etwa 50 Jahren um die naturwissenschaftliche Bildung bemüht. Das sollte mit der Namensgebung gewürdigt werden. Es ist das erste Bild von Neumünster im Weltall nach seiner offiziellen Taufe. Das Bild des Kleinplaneten soll an der Sternwarte Neumünster künftig einen besonderen Platz erhalten.

Unser Sonnensystem. © fotolia Foto: Cigdem

Ludwig: Planet ist nur etwa einen Kilometer groß

NDR 1 Welle Nord - Der Nachmittag -

"Auf dem Foto ist Neumünster zwar sehr klein. Allerdings muss man sich vorstellen, dass dieser Kleinplanet etwa einen Kilometer groß ist", sagt Marco Ludwig von der Sternwarte Neumünster.

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1.000 Meter Durchmesser

Laut der Sternwarte Neumünster befindet sich der 1.000 Meter große Brocken auf einer Umlaufbahn zwischen den Planeten Mars und Jupiter und steht der Erde im Moment mit "nur" 205 Millionen Kilometern besonders nahe. Laut der Sternwarte benötigt das Licht des Kleinplaneten etwa 11,3 Minuten bis es bei uns ist. Zum Vergleich: das Mondlicht benötigt nur 1,3 Sekunden bis zur Erde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Der Nachmittag | 03.12.2019 | 14:10 Uhr

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