Fliegerbombe am Flugplatz in Neumünster ist entschärft

Stand: 04.11.2021 11:29 Uhr

Der Kampfmittelräumdienst hat am Flugplatz in Neumünster eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Evakuierung des Sperrgebiets hatte sich verzögert, weil mehrere Menschen ihre Häuser nicht verlassen wollten.

Das THW sperrt eine Zufahrtsstraße zu einem Industriegebiet in Neumünster ab. © NDR Foto: Christian Nagel
Auch ein Einkaufszentrum musste evakuiert werden.

Alle Straßen im Radius von einem Kilometer rund um den Fundort der Fünf-Zentner-Bombe am Baumschulenweg beim Flugplatz in Neumünster waren um 8 Uhr gesperrt worden. Im Gewerbegebiet Freesenburg mussten Mitarbeiter bis zu dem Zeitpunkt ihre Arbeitsplätze verlassen, das gilt auch für ein Einkaufszentrum. Außerdem durften die Bewohner der Böcklersiedlung nicht in ihren Wohnungen bleiben - allein dort waren etwa 1.500 Menschen betroffen. 14 Menschen brauchten laut Polizei Hilfe beim Verlassen ihres Zuhauses.

Mehrere Menschen verweigern Evakuierung

Außerdem gab es nach Angaben der Beamten mehrere Menschen, die nicht bereit waren ihre Häuser zu verlassen. Dadurch kam es zu Verzögerungen bei der Evakuierung des Sperrgebiets. Kooperativer wurden die Betroffenen laut Polizei erst, als man ihnen sagte, dass dann der gesamte Einsatz abgesagt werden müsse und sie die bisherigen Einsatzkosten übernehmen müssten - also mindestens 10.000 Euro. Der Kampfmittelräumdienst hatte den Blindgänger bei der Auswertung von Luftbildern entdeckt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.11.2021 | 10:00 Uhr

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