Stand: 01.09.2020 11:34 Uhr

Neustart für die FSG

Es ist ein entscheidender Tag für die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG). Denn heute startet die Werft ohne Schulden und mit halbierter Belegschaft in eine neue Zukunft. Der Eigentümer bleibt auch nach der Insolvenz der alte: die Tennor Holding von Investor Lars Windhorst. Heute Mittag will sich die Unternehmensleitung nun dazu äußern, wie es mittelfristig weitergeht.

Der Eingang der Werft FSG in Flensburg.

AUDIO: Entscheidender Tag für die FSG (1 Min)

Auftragsbücher leer

Es wird erwartet, dass die Werft von Tennor einen Auftrag zum Bau zweier Frachtfähren erhält. Aber auch mit diesem Auftrag könnte die Produktion mit den verbleibenden 360 Mitarbeitern nur schrittweise wieder anlaufen. Zuletzt waren die Auftragsbücher leer. Möglich ist, dass ein Teil der Belegschaft erneut in Kurzarbeit gehen muss. Aber auch für 230 ehemaligen Werft-Beschäftigen ist heute ein bedeutender Stichtag. Es beginnen die sechs Monate in der Transfergesellschaft. Einige ehemalige Mitarbeiter hoffen auf eine Rückkehr.

Schuldenfreier Neustart

Windhorst hatte die verschuldete Werft 2019 zum ersten Mal übernommen. Durch den erneuten Kauf kann die Werft ohne die bisherigen Schulden einen Neuanfang starten. Für die alte FSG wurde Anfang August das Insolvenzverfahren am Flensburger Amtsgericht eröffnet. Den Schuldenberg schätzt der Sachwalter auf etwa 60 Millionen Euro. Er ist zuversichtlich, dass durch den Verkauf ein Viertel der Summe an die Gläubiger gezahlt werden könne.

Weitere Informationen
Sachwalter Christoph Morgen steht auf dem Gelände der FSG bei strahlender Sonne. © NDR
1 Min

Sachverwalter Morgen: So geht es jetzt weiter

Für Christoph Morgen, Sachverwalter des Insolvenzverfahrens, ist die Arbeit nach der Gläubiger-Versammlung noch nicht beendet. Als nächstes sollen die Forderungen der einzelnen Gläubiger geprüft werden. 1 Min

Werftarbeiter stehen vor dem Stapellauf der Fähre "Gardenia Seaways" auf der Werft der Flensburger Schiffbaugesellschaft. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder/dpa

Eine Chronik: Vom Aufstieg und Niedergang der FSG

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft existiert seit 148 Jahren. Immer wieder gibt es Höhen und Tiefen in der wechselvollen Geschichte. NDR.de bietet einen Überblick. mehr

Die Fähre "Gardenia Seaways" läuft in Flensburg bei der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) vom Stapel. © dpa - Bildfunk Foto: Carsten Rehder

FSG: Transfergesellschaft für sechs Monate gesichert

Bei der insolventen Flensburger Schiffbau-Gesellschaft sind die Mitarbeiter bei einer Betriebsversammlung über den künftigen Kurs informiert worden. Es gibt Neuigkeiten für die knapp 700 Mitarbeiter. mehr

Mehrere Personen in Arbeitskleidung stehen unter dem Bauch eines Schiffs. An einem Geländer oben rechts drängen sich viele Menschen mit Helmen. © Carsten Rehder dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder

Insolvenzverfahren für FSG ist eröffnet

Das Aus der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) ist abgewendet. Firmen des Investors Lars Windhorst übernehmen die Werft. 350 von 650 Mitarbeiter können bleiben. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.09.2020 | 08:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Blick auf den Lübecker Weihnachtsmarkt am Rathaus. © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Bockwoldt

Corona: Weihnachtsmarkt in Lübeck abgesagt

Die Liste der Weihnachtsmarkt-Absagen wird immer länger. In Lübeck gilt ab Dienstag zudem eine erweiterte Maskenpflicht. mehr

Ein junger Mann und eine ältere Dame sitzen sich an einem Tisch gegenüber.

"Wohnen für Hilfe": Studentenwerk vermittelt Wohnpartner

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist knapp. Das Studentenwerk bringt private Wohnraumgeber und Studierende zusammen. mehr

Am Eingang eines Geschäfts wird auf das Tragen eines Mundschutzes verwiesen. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch

Corona-Risikogebiete: Was gilt wo in SH?

Mehrere Kreise überschreiten die Warnschwellen bei Corona-Neuinfektionen. Aber nicht überall gelten dieselben Schutzmaßnahmen. mehr

Blick von oben auf gehende Menschen. © photocase Foto: testfight

Corona: Stormarn über 50er-Inzidenz-Wert

Der Kreis hat die Corona-Auflagen noch am Montag verschärft. Segeberg und Lübeck erreichten die erste Warnstufe. mehr

Videos