Stand: 19.02.2019 20:41 Uhr

Flensburg verbietet sexistische Werbung

In Flensburg soll es künftig weniger sexistische Werbung geben. Das hat am Dienstag der städtische Hauptausschuss mit großer Mehrheit beschlossen. Flensburg ist somit die erste Stadt in Schleswig-Holstein mit einem solchen Verbot, nachdem in Lübeck erst kürzlich ein entsprechender Antrag von den Stadtpolitikern abgelehnt wurde.

Künftig keine halbnackten Zweideutigkeiten mehr

Leicht bekleidete Frauen, die auf einem Plakat mit einem zweideutigen Spruch für Autohäuser werben, oder halb nackte Männer, die ein Parfum präsentieren - solche Werbung ist laut deutschem Werberat sexistisch. Nach dem Beschluss im Hauptausschuss der Stadt Flensburg wird es solche Motive auf den Werbeflächen der Stadt nicht mehr geben.

Private Flächen sind ausgenommen

Private Betreiber von Plakatwänden sollen in Einzelfällen von der Verwaltung darauf hingewiesen werden, dass ihre Werbung anstößig ist. Ein Verbot von sexistischer Werbung auf privaten Flächen dürfe die Stadt allerdings nicht aussprechen, so Ellen Kittel-Wegner, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, die den Antrag gemeinsam mit den Fraktionen von die Linke, der SPD und dem SSW eingebracht hatte.

Betroffen von diesem Verbot sind also beispielsweise die Flächen auf den Linienbussen, die Monitor-Werbung in den Bussen und die Plakate am Veranstaltungsgelände vom Deutschen Haus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.02.2019 | 17:00 Uhr

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