Der Kampfmittelräumdienst untersucht auf einem Sportplatz in Flensburg einen Bombenfund. © nordpresse mediendienst Foto: Sebastian Iwersen

Flensburg: Bombe ist entschärft

Stand: 08.05.2021 16:56 Uhr

Im Flensburger Stadtteil Westliche Höhe ist am Sonnabend ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. 16.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, auch das Malteser St. Franziskus Hospital war betroffen.

Im Frühjahr wurde die Bombe laut Stadt bei Bauarbeiten auf dem Sportplatz des Turn- und Sportbundes an der Eckener Straße gefunden. Der Blindgänger lag mehrere Meter tief im Boden. Der Kampfmittelräumdienst machte ihn am Sonnabend unschädlich.

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Am späten Nachmittag um kurz vor 17 Uhr kam die Entwarnung. Der Blindgänger ist nun transportfähig. Er kommt nach Munster in die Lüneburger Heide. Das Ende der Entschärfung wurde mit einem Böllerknall und einem grünen Signalstern im Himmel signalisiert.

Verzögerungen bei Evakuierung

Für die Zeit der Bombenentschärfung mussten 16.500 Menschen ihre Haushalte verlassen. Auch das Malteser St. Franziskus Hospital lag im Sperrgebiet, musste aber nicht geräumt werden. Allerdings wurden einige Patienten verlegt. 

Der Kampfmittelräumdienst konnte mit seiner Arbeit jedoch erst verspätet starten, weil sich immer wieder Menschen im Evakuierungsgebiet aufhielten. Drei Wohnungen wurden von der Polizei geöffnet. In einer holte die Polizei einen Mann raus. Er erhielt einen Platzverweis, versteckte sich aber dann nochmal am Nordertor. Die Kosten für die Zwangsräumung werden dem Mann wohl in Rechnung gestellt.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.05.2021 | 17:00 Uhr

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