Stand: 11.09.2019 20:25 Uhr

Fleischdirektvermarkter gewinnen Digitalisierungspreis

Jan Philipp Albrecht (Grüne) hat am Mittwoch in Kiel den Digitalisierungspreis "Best of Digitales.SH" verliehen. Die Auszeichnung wird in den Kategorien "Digitalisierung in der Logistik" und "Digitalisierung in der Landwirtschaft" verliehen. Der Preis ist mit 70.000 Euro dotiert. Hinrich Carstensen und Lina-Louisa Kypke aus Kayhude (Kreis Segeberg) gewannen mit ihrer Idee, das Fleisch von Rindern, Schweinen und Hühnern online überregional zu vermarkten. Das Projekt heißt "EinStückLand". Auf die Idee kamen die Carstensen und Kypke durch Carstensens Vater, der Rinder züchtet und Probleme bei der Direktvermarktung hatte. "Er hat uns gefragt, ob wir ein Rind nicht in Hamburg vermarkten wollen. Lina hatte dann sofort die Idee, Frischfleisch zu vermarkten", sagte Unternehmensgründer Carstensen. Nur für ein Rind war den beiden der Aufwand aber zu groß, darum haben sie für andere Züchter die Direktvermarktung mit übernommen.

Nachhaltigkeit und artgerechte Haltung besonders wichtig

Inzwischen arbeiten sie mit 17 Landwirten zusammen, die alle aus der Region um Kayhude kommen. Bei allen haben Nachhaltigkeit und artgerechte Haltung einen sehr hohen Stellenwert. Und die Tiere werden erst geschlachtet, wenn das gesamte Fleisch bereits verkauft ist. Alles wird verwertet, nicht nur Filets. Für dieses Konzept erhielt "EinStückLand" den ersten Preis in der Kategorie "Digitalisierung in der Logistik" und 20.000 Euro Preisgeld.

meteolytix und Chefs Culinar werden ausgezeichnet

Über den zweiten Platz und 10.000 Euro kann sich meteolytix aus Kiel freuen. Gemeinsam mit der FH Kiel und der Bäckerei Günther wurde eine Personaleinsatzplanung entwickelt. Der Mitarbeiterbedarf wird auf der Basis von wetterbedingten Umsatzprognosen errechnet. Chefs Culinar hat die Dokumentation der Warenauslieferung digitalisiert. So kann sie intern und für den Kunden automatisch zur Verfügung gestellt werden.

Sourceboat knipst die Straßenlampen an

In der Kategorie "Digitalisierung im ländlichen Raum" gewann das Unternehmen Sourceboat. Durch das Projekt "Knoop" (plattdeutsch für Knopf) wird die Straßenbeleuchtung in Gemeinden und Kommunen so angepasst, dass die Bürger sie je nach Bedarf per App an- und ausschalten können.

Die CoWorkLand-Genossenschaft aus Kiel unterstützt Gründer und erreicht damit den zweiten Platz. Dazu zählen Gemeinschaftsbüros auf dem Land, digitale Vernetzung und Hilfe beim Beantragen von Fördermitteln. Dritter wurde #RegionalDigital aus Kiel.

Der Preis "Best of Digitales.SH" wurde zum zweiten Mal von Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht verliehen.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.09.2019 | 19:30 Uhr

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