Stand: 11.08.2020 19:05 Uhr

Fehmarn: Mann schlägt Autoscheibe ein und befreit Baby

Ein 47-jähriger Mann hat am vergangenen Freitag bei Temperaturen um die 30 Grad eine Autoscheibe in Burg auf Fehmarn (Kreis Ostholstein) eingeschlagen, um ein Baby aus einem parkenden Auto zu holen. Wie die Polizei Lübeck am Dienstag mitteilte, habe der Mann Babyschreie aus dem Auto gehört und zunächst nach den Autobesitzern gerufen. Er soll auch zwei Männer in der Nähe angesprochen haben, doch auch die wussten nicht, wo sich die Eltern befanden.

Vater will Scheibe bezahlt haben

Kurze Zeit später tauchte der Vater des Säuglings auf. Sein Argument: Seine Familie habe sich nur für zehn Minuten die Beine vertreten wollen, das Baby habe fest geschlafen. Der 57-Jährige besteht nun darauf, dass die kaputte Scheibe bezahlt wird, erstattete zusätzlich Anzeige wegen Sachbeschädigung. Diese nahm die Polizei auf, die Behörden prüfen aber auch, ob es sich um einen Fall von Kindeswohlgefährdung handelt.

Auto kann zur Hitzefalle werden

Das Auto kann für Mensch und Tier bei hohen Temperaturen schnell zur Hitzefalle werden. Wie Forscher der Universität in Georgia (USA) gezeigt haben, reichen oftmals schon fünf bis zehn Minuten, um einen erheblichen Temperaturanstieg im Auto zu haben. Bei einer Außentemperatur von 24 Grad wird es im Auto nach nur zehn Minuten 31 Grad warm. Bei Temperaturen von 30 Grad erreicht ein Auto nach zehn Minuten sogar schon 37 Grad. Bei Temperaturen ab 44 Grad sind schon kürzeste Aufenthalte im Auto für Mensch und Tier tödlich.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.08.2020 | 17:00 Uhr

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