Stand: 06.01.2020 10:48 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Fall Nathalie: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Mitarbeiter der Spurensicherung stehen während eines Polizeieinsatzes im Zusammenhang mit der vermissten 23-jährigen Nathalie aus Nordfriesland neben Fahrzeugen auf einem Weg in der Nähe des Resthofs des Tatverdächtigen in Nordfriesland. © dpa-Bildfunk Foto: Benjamin Nolte
Im August fanden Ermittler die Leiche der jungen Frau nahe der dänischen Grenze.

Im Fall der getöteten Nathalie M. aus Stadum (Kreis Nordfriesland) hat die Staatsanwaltschaft Flensburg nach eigenen Angaben Anklage wegen Totschlags gegen einen 47 Jahre alten Mann erhoben. Der in Untersuchungshaft sitzende Mann aus dem Dorf Humptrup (Kreis Nordfriesland) hatte die 23-Jährige laut Staatsanwaltschaft im August über eine Internet-Kontaktbörse kennengelernt.

Digitale Spuren führen in die Nähe des Tatortes

Die Staatsanwaltschaft zählt in einer aktuellen Mitteilung diverse Indizien auf, die auf die Täterschaft des Beschuldigten hinweisen. So sei nach Auswertung der digitalen Spuren davon auszugehen, dass er sich im Tatzeitraum in unmittelbarer Nähe des mutmaßlichen Tatorts bei Schafflund aufhielt. Außerdem seien DNA-Spuren von Nathalie im Fahrzeug des 47-Jährigen sowie an einem Elektroschocker gefunden worden.

Leiche bei Humtrup gefunden

Zwei Wochen nach dem Verschwinden von Nathalie wurde im August ihre unbekleidete Leiche gefunden - an einem Feld zwischen Humptrup und Süderlügum (Kreis Nordfriesland) nahe der dänischen Grenze. Da saß der 47-jährige Mann schon wegen des dringenden Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. "Im Rahmen der durchgeführten Obduktion konnte die konkrete Todesursache nicht geklärt werden. Auch der konkrete Tathergang und das Tatmotiv bleiben trotz umfangreicher Ermittlungen unklar", schreibt die Staatsanwaltschaft Flensburg.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.01.2020 | 11:00 Uhr

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