Fall Dänischenhagen: Neue Erkenntnisse nach Durchsuchung

Stand: 24.06.2021 12:07 Uhr

Nach den tödlichen Schüssen in Dänischenhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und in Kiel Mitte Mai hat die Polizei am Mittwoch weitere Waffenteile sowie Papiere und Datenträger in der Wohnung des mutmaßlichen Helfers sichergestellt.

Der Helfer steht im Verdacht, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Es geht um die Maschinenpistole Uzi, mit der der 47-jährige mutmaßliche Täter seine Frau und deren Lebensgefährten in Dänischenhagen erschossen haben soll. Ein 48-jähriger Mann soll dem Tatverdächtigen die Waffe besorgt und Teile der zerlegten Waffe nach der Tat in der Kieler Förde, im Eckernförder Hafenbecken und dem Nord-Ostsee-Kanal entsorgt haben. Nach Ansicht der Kieler Staatsanwaltschaft hat der mutmaßliche Helfer gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Denn bei der verwendeten Uzi handelt es sich um eine Militär-Waffe.

Die Ermittler wollen nach eigenen Angaben jetzt klären, wie der 48-Jährige an die Waffe gekommen ist. Welche Motivation er hatte, die Waffe nach der Tat wieder anzunehmen, zu entsorgen und ob sie zuvor schon mal verwendet wurde.

Weiteres Waffenteil gefunden

Bei der mehr als siebenstündigen Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Helfers in Kiel-Düsternbrook am Mittwoch wurden die Ermittler fündig. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Axel Bieler haben sie dort ein weiteres Teil der Maschinenpistole gefunden, mit der der 47-jährige Tatverdächtige die zwei Menschen in Dänischenhagen erschossen haben soll. Der mutmaßliche Helfer soll bisher nicht durch Waffendelikte aufgefallen sein. Außerdem seien Datenträger und Papiere sichergestellt worden, von denen sich die Ermittler weitere Hinweise zum Motiv der Tat erhoffen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.06.2021 | 12:00 Uhr

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