Stand: 02.10.2018 20:58 Uhr

Ostsee-Fähre "Regina Seaways" beendet Pannenfahrt

Die aus Kiel kommende Fähre "Regina Seaways" mit 335 Menschen an Bord ist am Dienstagabend im litauischen Klaipeda angekommen. Das Schiff, das wegen eines schwerwiegenden Ausfalls der Hauptmaschine zeitweise manövrierunfähig in der Ostsee vor der litauischen Küste lag, erreichte den Hafen laut Reederei DFDS aus eigener Kraft.

Feueralarm im Maschinenraum

Gegen 13.50 Uhr sei 50 Meilen vor dem Zielhafen der Feueralarm wegen eines Maschinenschadens ausgelöst worden, sagte der Sprecher der Reederei DFDS in Kopenhagen, Gert Jakobsen. Das Löschsystem im Maschinenraum habe sich eingeschaltet. Ein offenes Feuer habe es aber nicht gegeben. Damit widersprach die DFDS einer Meldung des litauischen Militärs, wonach es an Bord gebrannt haben soll. Dennoch seien die Passagiere zunächst sicherheitshalber für eine mögliche Evakuierung zu den Sammelpunkten gerufen worden. "Das ist die normale Prozedur in solchen Situationen", sagte Jakobsen.

Passagiere und Crew unverletzt

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Die "Regina Seaways" fährt unter litauischer Flagge.

Auf eine Evakuierung habe man aber verzichten können, weil es keine weitere Rauchentwicklung gegeben habe. "Kein Mensch ist zu Schaden gekommen", sagte Jakobsen. "Alle Menschen sind gesund und munter, sie sind alle auf dem Schiff, es gibt keine Panik, keine Verletzten", bestätigte auch Eugenijus Valikovas von der Seenotrettungsleitstelle der litauischen Armee gegenüber der Agentur BNS.

Die Fähre war Montagabend mit 294 Passagiere und 41 Besatzungsmitglieder an Bord gestartet. Das 2010 gebaute Schiff fährt unter litauischer Flagge. Es handelt sich um seine sogenannte RoPax-Fähre, die neben Fahrzeugen im Roll On/Roll Of-Verfahren auch bis zu 500 Passagieren in Kabinen Platz bietet.

Vor acht Jahren: Feuer auf Vorgänger-Schiff

Vor acht Jahren war eines der Vorgänger-Schiffe der "Regina Seaways" auf der Ostsee in Brand geraten. Es war ebenfalls auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda. Die "Lisco Gloria" lag damals vor Fehmarn, als es zu einer Explosion kam. Die Flammen griffen auf weite Teile des 200 Meter langen Schiffs über. Es befanden sich 236 Personen an Bord - 28 von ihnen wurden verletzt. Die Passagiere hatten sich in Rettungsboote und Rettungsinseln retten können.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.10.2018 | 17:00 Uhr

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