Stand: 16.09.2020 19:05 Uhr

Riffe im Fehmarnbelt ohne Folgen für den Tunnelbau?

Der Wirtschaftsausschuss des Landtages hat sich mit den Riff-Funden im Bereich des Fehmarnbelts beschäftigt. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) gefährden diese nicht das Projekt der festen Fehmarnbeltquerung. Im Sommer vergangenen Jahres entdeckten Umweltschützer bisher nicht bekannte Riffe. Untersuchungen, die daraufhin vom Umweltministerium in Auftrag gegeben wurden, hätten ergeben, dass die beiden Flächen sich nicht im Bereich der geplanten Trasse des Tunnels befinden. Wohl aber eine dritte Fläche, die dabei entdeckt wurde und die offenbar teilweise die angedachte Trasse berührt, so Buchholz am Mittwoch im Ausschuss. Das werde man vor Gericht zu begutachten haben, so der Minister mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Buchholz sieht Gesamtprojekt nicht in Gefahr

Folgen für das Gesamtprojekt befürchtet Buchholz jedoch nicht, "weil auch selbst, wenn ein Riff da ist und komplett über dem gesamten Trassenverlauf liegt, kann man diesen Eingriff ausgleichen", erklärt der Minister. Und dann sei es zulässig, dort die Trasse zu legen, so der Politiker. Abzuwarten sei nun, ob eine sogenannte Planergänzung notwendig sei. Dann würde sich das Verfahren sicher verzögern, aber den Tunnelbau nicht dauerhaft behindern, so Buchholz.

Bundesverwaltungsgericht verhandelt ab kommender Woche

Der geplante Ostseetunnel als feste Fehmarnbeltquerung bleibt unter Befürwortern und Gegnern hoch umstritten. Vor allem Umweltschützer, Reedereien und die Stadt Fehmarn leisten weiter massiven Widerstand. Ab dem 22. September verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ihre Klagen.

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Riffe mit Unterwasserpflanzen und Lebewesen bilden sich am Fehmarnbelt. © NABU Foto: NABU

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.09.2020 | 20:00 Uhr

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