Stand: 31.01.2020 17:29 Uhr

Ex-Forschungsschiff aus Kiel soll Flüchtlinge retten

FS POSEIDON auf der Kieler Förde. © GEOMAR Foto: Daniela Krellenberg
Die "Poseidon" war lange im Dienst der Forschung auf den Weltmeeren unterwegs - aber auch auf der Kieler Förde, wie hier 2016.

Das Bündnis "United4Rescue - gemeinsam retten" hat den Zuschlag für das frühere Kieler Forschungsschiff "Poseidon" bekommen. Es will das Schiff zum Flüchtlingsschiff machen. "Ich freue mich, dass die 'Poseidon', die über Jahrzehnte im Dienste der Wissenschaft auf den Weltmeeren unterwegs war, nun eine neue Verwendung in der Seenotrettung findet", sagte Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag. "Ich wünsche mir, dass Menschen in ganz konkreter Not geholfen werden kann."

1,5 Millionen Euro geboten

Die "Poseidon" wurde 1976 in Dienst gestellt und war bis 2019 im Einsatz des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung. Die Initiative zahlt 1,5 Millionen Euro - das ist auch der höchste Betrag, der geboten wurde. Ausgeschrieben hatte es das schleswig-holsteinische Wissenschaftsministerium. Das Schiff sei in einem "fairen und transparenten Verfahren" erworben worden, hieß es vom Ministerium, das sich nach eigenen Angaben ein Veto-Recht in der Ausschreibung vorbehalten hatte.

Revolverheld und Wim Wenders unterstützen die Aktion

"United4Rescue - gemeinsam retten" hat nach Angaben eines Spreches rund 300 Mitglieder und ist überwiegend kirchlich. Zum Bündnis gehören auch die in Hamburg gegründete Musikband Revolverheld und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Der Filmemacher Wim Wenders hat die Initiative mit seinem Namen und einer Spende unterstützt, darüber hinaus Tausende Privatpersonen. Das Aktionsbündnis hatte sich am 3. Dezember 2019 in Hamburg konstituiert.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 31.01.2020 | 19:30 Uhr

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